Aus dem Leben von Textilarbeiter*innen

Wie ihr ja in unserem letzten Blogbeitrag lesen konntet, beginnt in der kommenden Woche die Fashion Revolution Week. Sie dauert von 22. – 28.04.19 und findet weltweit statt.

Wir bei zündstoff wollen diese Woche und das Davor und Danach nutzen, um auf die Missstände im globalen Textilsektor aufmerksam zu machen. Die Textilarbeiter*innen, die – meist im globalen Süden und unter unwürdigen Bedingungen – ihren Lebensunterhalt mit der Fertigen von Kleidung bestreiten, sollen außerdem greifbarer werden und ein Gesicht bekommen.

Der gemeinnützige Verein fashionrevolution.org hat zu diesem Zweck im Jahr 2016 das Projekt ‚Garment Worker Diaries‘ gestartet, das glaubwürdige und regelmäßig Daten zu den Arbeitszeiten, dem Einkommen, den Ausgaben etc. von Arbeiter*innen in der globalen Textilindustrie sammelt. Die Zielsetzung ist es, mit Hilfe der gesammelten Daten den politischen Entscheidungsprozess zu begleiten, Akteur*innen zu informieren und Initiativen zu unterstützen, die das Leben von Textilarbeiter*innen zu verbessern suchen.

Neben verschiedenen Blogbeiträgen und Artikeln, könnt ihr allerdings hier auch einen Podcast finden, wer also seine Spülmaschine einräumen oder kochen möchte und dabei Lust auf Information und Politisches hat, sei dieser sehr ans Herz gelegt.

Nicht zu vergessen: Der Kleidertausch vor unserem Freiburger Ladengeschäft am 24.04.19 – kommt zahlreich und mit schöner Kleidung, die jemand anderes wieder ins Herz schließen möchte!

Vom 22. – 28. April ist Fashion Revolution Week!

Die ein oder der andere weiß wahrscheinlich Bescheid:

Vom 22. – 28. April findet dieses Jahr wieder die Fashion Revolution Week statt! Warum und wieso – das erklären wir Euch hier?

Als vor sechs Jahren, am 24. April 2013, in Bangladeshs Hauptstadt Dhaka das achtstöckige Fabrikgebäude Rana Plaza einstürzte, starben dabei mehr als 1100 Menschen – fast 2500 weitere wurden verletzt. Der Grund für dieses furtchbare Unglück: Schlechtes Baumaterial sowie Fahrlässigkeit der Eigentümer. Auch der Bauuntergrund war für ein Gebäude dieser Art eigentlich nicht geeignet. Am Tag vor dem Unglück waren signifikante Risse im Mauerwerk entdeckt worden. So verbot die Polizei den Arbeiter*innen den Zugang. Allerdings wurden die Textilarbeiter*innen von den Fabrikbetreiber*innen gezwungen, trotzdem zu arbeiten. Deswegen hielten sich beim Einsturz des Gebäudes immer noch 3000 Menschen darin auf.

Das Rana Plaza Gebäude nach dem Einsturz, Foto: rijans/ flickr

In Wahrheit ist der Preisdruck vieler westlicher Firmen an einer solchen Katastrophe mitverantwortlich. Und am Ende des Kreislaufs stehen die Konsument*innen, die so wenig wie möglich für ihre Kleidung bezahlen möchte.
Die Fairtrade-Fashion-Pionierin Carry Sommers hat sich dieser Sache angenommen und den Fashion Revolution Day ins Leben gerufen. Ihre Idee war, die Öffentlichkeit dadurch auf die katastrophalen Arbeitsbedingungen in den Textilfabriken hinzuweisen. Über die Jahre wurde aus dem Fashion Revolution Day die Fashion Revolution Week – mit noch mehr Aktionen, um auf die Probleme in der Textilindustrie aufmerksam zu machen. Denn immer noch ist zu wenig geschehen, in der Zukunft eine ähnliche Katastrophe zu verhindern

Starten wird die Fashion Revolution Week am 22.04.19 – und sie geht noch bis einschließlich 28.04.19. Genug Anlass also, um sich mit der Thematik näher zu befassen, mit Freund*innen oder auch Kolleg*innen darüber zu sprechen, eine passende Veranstaltung dazu zu besuchen oder den kritischen Dokufilm ‚The True Cost‘ von Andrew Morgan anzusehen (den es z.B. auf Netfllix gibt).

Womit wir beim Thema wären: Vor unserem Freiburger Ladengeschäft in der Moltkestraße 31 machen wir deswegen am Mittwoch, den 24.04., von 12.00 – 18.00 Uhr einen Kleidertausch! Bringt also gut erhaltene Kleidung mit, die Ihr nicht mehr braucht und jemand anderem noch Freude bereiten können – aber bitte nicht Eure Altkleidersäcke. Darüber hinaus werden wir die Woche nutzen, um Euch zur Thematik faire Arbeitsbedingungen und ökologische Herstellung von Kleidung zu informieren: Offline in unserem Geschäft und natürlich über unsere Online-Kanäle – stay tuned. Es lohnt sich also immer, bei uns reinzuschauen – wir freuen uns auf Dich!

Neues von Klitmøller Collective!

Darüber freuen wir uns ja tierisch: Die erste Frühjahrs- und Sommerkollektion von unserem dänischen Neuzugang Klitmøller Collective bei uns im Shop! Waren wir im Winter von den kuscheligen Wollpullovern und warmen Strickteilen begeistert, sind es jetzt tolle Print-Shirts, leichte Pullover, Hemden und Shorts, die unsere öko-fairen Herzen höher schlagen lassen. Aber überzeugt Euch am Besten einfach selbst!

Toll an der aktuellen Kollektion: Schlichte Basics und ziemlich klassische Muster ermöglichen Dir, die Kleidungsstücke leicht zu kombinieren. Farblich bewegt sich die Kollektion zwischen Navy, Beige, Olivgrün und Blautönen. Wir im Team haben uns in jedem Fall schon mal schockverliebt.

Shorts ‚Sidse‘ und Pullover ‚Augusta‘

Klitmøller ist sich seiner Verantwortung als Marke bewusst. Das gilt sowohl für die Umwelt als auch für die Menschen, die Teil des Herstellungsprozesses sind – vom Rohmaterial bis zum fertigen Produkt.
Klitmøller verwendet wann immer es geht nachhaltige Materialien und Ressourcen. Das bedeutet, dass nur Baumwolle, Leinen und andere Naturfasern wie Merino- und Lammwolle aus kontrolliert biologischem Anbau zum Einsatz kommen.
Und keine Angst: Du kannst diese tolle Ecofashion auch abseits von Meer und Dünen ausführen!

Pullover ‚Kenneth‘ – hier in Navy, bei uns in Olive

Das Label lässt übrigens in kleineren, familienbetriebenen Fabriken in Portugal und Deutschland produzieren, die sie regelmäßig besuchen. Die Fabriken erfüllen alle sehr hohe Sicherheits- und Arbeitsschutzstandards. Die Mitarbeiter*innen werden fair entlohnt und angemessen versichert.

Falls Du Lust auf mehr Styles bekommen hast: Schau doch einfach mal in unser komplettes Angebot von Klitmøller Collective!

Immer wieder schön: Les Racines du Ciel!

Wir bei zündstoff lieben ja französische Labels: Sei das nun Veja, OTH., oder eben Les Racines du Ciel!
Das Unternehmen wurde im Jahr 2005 von Nathalie Goyette und Christian Tournafol gegründet – mit dem Gedanken, dass Mode stets auch von der Verbindung von Wissen und sozialen sowie ökologischen Ansprüchen lebt. Namensgeber war übrigens der Öko-Roman ‚Les Racines du Ciel‘ vom französischen Schriftsteller Romain Gary. Nachhaltigkeit als Wert steckt bei ‚Les Racines du Ciel‘ nicht nur in der Art der Herstellung sowie den Materialien: Zeitloses Design in Form von hochwertigen Basics, die stilsicher sind und lange Freude bereiten. Dinge, die Du ‚für immer‘ tragen möchtest und die mit der Zeit zu so etwas wie einer zweiten Haut werden. In der Sommer


Wir freuen uns bei jeder Lieferung aufs Neue, dass wir das Label in unserem zündstoff-Sortiment haben – im Sommer mit luftig leichten Outfits aus hochwertiger Biobaumwolle und Leinen und im Winter mit wollig-warmen Kuschelstrick aus unsagbar weicher Babyalpakawolle, die aus nachhaltiger Tierhaltung in den peruanischen Anden stammt und ausschließlich von Kleinbäuerinnen und -bauern hergestellt wird. Die Rohstoffe werden schließlich in Bulgarien zu feinen Strickteilen weiterverarbeitet.
In der aktuellen Sommerkollektion findet Ihr bspw. wunderschöne Teile aus 100% Leinen, wie wär’s mit diesem schicken Kurzstrick in der Farbe Safran?

Aus einem Mix aus Leinen und Biobaumwolle bestehen diese Longsleeves, die wir in drei verschiedenen Farben auf Lager haben – wäre das evtl. was für Dich?

Last but not least: Dieser feine ‚Wide Sweater‘ aus 100% Leinen, der uns in den Farben ‚Forest‘ und ‚Beige‘ erreicht hat:

Vielleicht ist ja Dein neues Lieblingsteil dabei? Um das herauszufinden, kannst Du Dir hier die wunderschönen Styles von Les Racines du Ciel anschauen und Dich direkt verlieben!

zündstoff informiert: Global Organic Textile Standard

Heute gibt es für Euch mal wieder einen Post aus unserer Reihe ‚zündstoff informiert‘ – und zwar zum Global Organic Textile Standard (GOTS). Der Global Organic Textile Standard (GOTS) ist als weltweit führender Standard für die Verarbeitung von Textilien aus biologisch erzeugten Naturfasern anerkannt. Auf hohem Niveau definiert er umwelttechnische Anforderungen entlang der gesamten textilen Produktionskette und fordert gleichzeitig die Einhaltung von Sozialkriterien. Was bedeutet das konkret?

Das GOTS Logo. Wohlbekannt, wenn Du bei zündstoff shoppst!

Nur Textilprodukte, die mindestens aus 70% biologisch erzeugten Naturfasern bestehen, können gemäß GOTS zertifiziert werden. Alle eingesetzten chemischen Zusätze, wie z. B. Farbstoffe und Hilfsmittel, müssen bestimmte umweltrelevante und toxikologische Kriterien erfüllen. Auch für die Verwendung von Accessoires gelten entsprechende Anforderungen. Eine funktionelle Abwasserkläranlage ist für alle Betriebsstätte, die im Bereich Nassveredlung tätig sind, vorgeschrieben. Alle Verarbeitungsbetriebe müssen soziale Mindestkriterien erfüllen.
Die Internationale Arbeitsgruppe des GOTS war sich einig, dass es wesentliche Voraussetzung für einen zuverlässigen und weltweit gültigen Standard ist, dass die Kriterien verpflichtend sind. Der Standard deckt Herstellung, Konfektion, Verpackung, Kennzeichnung, Handel und Vertrieb aller Textilien ab, die aus mindestens 70% kontrolliert biologisch erzeugten Naturfasern bestehen. Es können Garne, Stoffe, Bekleidung, Heimtextilien und sonstige Produkte aus textilen Fasern zertifiziert werden. Der Standard legt übrigens keine Kriterien für Leder- und Fellprodukte fest. Hier gibt es andere Zertifizierungen.

Ökologie:
Die ökologischen Standards umfassen unter anderen die folgenden:

  • Alle Textilien müssen aus mindestens 95% Naturfasern bestehen, die aus kontrolliert biologischem Anbau stammen.
  • Alle chemischen Zusätze wie zum Beispiel Farbstoffe müssen bestimmten ökologischen Kriterien entsprechen.
  • Keine Nutzung von Schwermetallen oder Chlor.
  • Accessoires aus beispielsweise Polyester müssen aus recycelten Materialien bestehen.
  • Umweltfreundliche, ressourcenschonende Produktion, dh. alle Betriebe müssen über ein eigenes Umweltschutzprogramm mit Zielvorgaben und -verfahren verfügen, um Abfälle und Abwässser zu minimieren.
  • Verpackungsmaterial ohne PVC enthalten. Alle aus Papier oder Pappe bestehenden Verpackungsmaterialien, Hängeetiketten, Banderolen, etc. müssen entweder gemäß FSC oder PEFC zertifiziert oder recycelt sein.

Soziales:
Die sozialen Standards der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) bilden den Mindestanspruch der GOTS-Standards. Zu diesen gehören unter anderen die folgenden:

  • Freie Wahl der Beschäftigung
  • Vereinigungsfreiheit und Recht auf Kollektivverhandlungen werden geachtet
  • Die Arbeitsbedingungen sind sicher und hygienisch
  • Verbot von Kinderarbeit
  • Mindestlohn
  • Keine übermäßige Arbeitszeit
  • Keine Diskriminierung
  • Reguläre Beschäftigung

Quellen: Homepage GOTS

Inside zündstoff: Ouvertüre

Viele von Euch kennen uns ja nun doch schon eine Weile, aber auch für Euch gibt es wohl noch so den ein oder anderen weißen Fleck. Deswegen startet mit dem heutigen Blogpost eine Reihe, in der nun nach und nach alle unsere Arbeitsbereiche und Teammitglieder vorgestellt werden sollen. Viel Spaß beim weiter Kennenlernen Eures Lieblings-öko-fair-Onlineshops im Rahmen der Reihe ‚Inside zündstoff‘!

Unsere zündstoff Pforten – denn bei uns kann auch analog geshoppt werden!

Was und wer steckt hinter zündstoff?
zündstoff ist vor mittlerweile zwölf Jahren von Matthias Rau und Sascha Klemz gegründet worden. Unsere Arbeit ist ein Gegenentwurf zu Niedriglöhnen, fehlendem Arbeitnehmer*innenschutz, billiger Wegwerfmode und der Abwesenheit von Umwelt- sowie Nachhaltigkeitsstandards. Zwar gab es auch schon vor 12 Jahren öko-faire Kleidung in Deutschland zu kaufen – die fanden Sascha und Matze allerdings nicht modisch und zeitgemäß genug. Sie entdeckten aber nach und nach immer mehr kleine Brands, die wir in unseren Online-Shop aufnahmen.
Seit Frühjahr 2008 gibt es zusätzlich zum Online-Versand einen Laden – erst noch sehr klein zwischen Lager und Büro auf dem Freiburger Grethergelände, seit 2012 dann mit neuer Location im Sedan-Quartier auf mehr als 100qm. Das Team hat sich in all den Jahren natürlich auch beständig vergrößert.

Und wer noch?
Mittlerweile arbeiten bei uns inklusive den Gründern sieben Festangestellte und acht Aushilfskräfte. Deswegen wurde im Oktober 2016 auch ein Umzug von Büro und Lager in größere Räumlichkeiten nötig. Das Team besteht aus der Geschäftsführung, die als Doppelspitze Sascha und Matze arbeitet. Der Versand und die Lagerhaltung wird von Maize und Lena organisiert und gemeistert. Bernadette und Nina teilen sich den Bereich PR, Marketing, Social Media und Onlineshop-Pflege. Unsere Shopmanagerin in der Moltkestraße 31 ist Severine. Und dann gibt es noch unsere Aushilfskräfte Verena, Silvio, Daniel, Jakob, Silvie, Barbara, Clemens und Paz, die uns in den verschiedenen Arbeitsbereichen unterstützen.

zündstoff haben wir auch zum Mitnehmen für Dich!

An wen richtet sich unser Angebot?
Unser Angebot richtet sich an Menschen, die sich Gedanken darüber machen, was sie anziehen wollen und welche Auswirkungen ihre Konsummuster auf Produktionsprozesse haben können und sich dabei gleichzeitig modebewusst anziehen möchten. Sie suchen Alternativen zu den gängigen Marken, wollen nachhaltige Materialien tragen und außerdem wissen, unter welchen Bedingungen ihre Kleidungsstücke hergestellt wurden. Insofern bilden unsere Kund*innen eine relativ heterogene Gruppe. Sie eint allerdings der Wunsch nach transparenten Produkten sowie bewussterem Konsum. Uns ist es außerdem wichtig, Kleidung im mittleren Preissegment anzubieten. Wir möchten keine grüne Luxusmode verkaufen, die sich nur wenige leisten können, sondern alltagstaugliche, zeitgemäße Stücke, die nicht morgen wieder out sind.

Wie leben wir Nachhaltigkeit in unserem Unternehmen?
Für uns ist dies eine logische Fortführung unserer Geschäftsidee: Nicht nur unser Warenangebot soll diesem Anspruch gerecht werden, sondern auch innerhalb unseres Unternehmens finden wir es wichtig, soziale, ökologische sowie ethische Aspekte einzubinden und zu verwirklichen. V.a. 2016 haben wir uns mit derlei Fragen intensiv im Rahmen einer Gemeinwohlökonomie-Bilanzierung (GWÖ) beschäftigt. Bei einer GWÖ-Bilanz geht es nicht nur um geldwerte Aspekte eines Unternehmens, sondern auch um jene, die mit herkömmlichen Bilanzierungsmethoden nicht darstellbar sind, bspw. um die Arbeitsplatzqualität (Work-Life-Balance, Arbeitszeit etc.), das Mobilitätsverhalten der Mitarbeiter*innen, die Einkaufspolitik, sowie gemeinwohlorientiertes Verhalten. Unseren GWÖ-Bericht findet Ihr hier als pdf-Dokument. So könnt Ihr Euch als unsere Kund*innen sehr transparent einen Überblick über unser Unternehmen verschaffen und sehen, was wir bereits sehr gut machen und wo es evtl. noch Entwicklungspotenzial gibt. Nachhaltigkeit steht bei zündstoff folglich nicht als leere Worthülse, sondern wird auch wirklich gelebt.

Noch nicht genug? Stay tuned, denn in den kommenden Monaten werden wir nach und nach alle unsere Arbeitsbereiche und Teammitglieder vorstellen – als nächstes unsere Geschäftsführung!

Frühlingserwachen mit Dedicated!

Passend zum schönen Wetter: Mit der farbenfrohen Ecofashion vom Label Dedicated zieht der Frühling in Deine öko faire Garderobe ein! Wir im zündstoff-Team können uns auf jeden Fall an den stylischen und prächtigen Prints gar nicht sattsehen!

Deswegen freuen wir uns umso mehr, dass wir für Frühling und Sommer so viele Teile des schwedischen Streetwear Labels geordert haben. Und finden, dass wirklich für alle was dabei ist: Egal ob wilde All-Over Prints, schlicht unifarbene Basics oder Bademoden – haben wir!

Toll sind auch die praktischen Basic T-Shirts des Labels, die entweder unifarben oder mit tollen Prints kommen: ‚Visby‘ gibt es in allen möglichen Styles – am Besten hier lang!

Und wie beschreibt sich das Unternehmen eigentlich selbst?
„Unser Ziel bei Dedicated ist es, die nachhaltigsten Materialien zu verwenden und allen Beteiligten vom Baumwoll-Bauern bis hin zum Fabrikarbeiter sichere und faire Arbeitsbedingungen zu garantieren. Um diese hohen Anforderungen umsetzen zu können, arbeiten wir mit den anspruchsvollsten Partnern und Zertifikaten in der Bekleidungsindustrie.“

Gefällt Euch, was Ihr seht und lest? Dann schnell in unseren Shop, denn Dedicated verkauft sich wie warme Semmeln! Viel Spaß beim Stöbern

How to: Dry Denim!

Einige unter Euch sind wohl mit dem Konzept Dry Denim vertraut – alle anderen dürfen nun weiterlesen ; )
Was es mit quasi der Urvariante einer Jeans auf sich hat, wie Ihr sie eintragt und dass hier das Motto lüften statt waschen ist, erzählen wir Euch in unserem heutigen Blogpost! Wer gleich mal gucken will: Hier geht es zu unseren Dry Denim Produkten!

Das Leben einer Dry Denim…

Ungewaschene Jeans, sogenannte Dry Denims, sind die ökologischste Variante einer Jeans. Bei der Herstellung werden sie nicht (vor-)gewaschen und sparen damit einiges an Wasser.
Dry Denims sind Rohware und passen sich Deinem Leben an. Dafür sollten sie (müssen aber natürlich nicht) mindestens 6 Monate täglich getragen werden ohne in der Waschmaschine gewaschen zu werden. Deine Jeans nimmt so an vielen Geschichten Deines Lebens teil, die Spuren hinterlassen. Dieser Prozess wird auch ‚Break-in‘ genannt. Du wirst feststellen, dass eine Jeans bei regelmäßigem Lüften nicht anfängt zu stinken. Mit einer weichen Bürste können grobe Dreckflecken beseitigt werden. Nicht vergessen: Ökologisch ist ein Kleidungsstück v.a. auch dann noch weiter, wenn es auch nach dem Kauf nachhaltig verwendet wird!

So geht lässig in Dry Denims!

Hier nun die sieben Gebote des Dry Denim Eintragens:

  • Generell wird empfohlen, die Jeans zunächst zwei Wochen lang zu tragen, ohne sie vorher zu waschen. Auch wenn Du sie nicht direkt ein halbes Jahr nicht waschen möchtest – dann gilt: Je früher Du die Jeans wäschst, desto gleichmäßiger wird die Waschung.
  • Die Jeans färbt beim Tragen vor dem Waschen noch aus: Vorsicht ist also geboten mit hellen Hemden oder T-Shirts, Autositzen und hellen Sofas etc.!
  • Auch beim ersten Waschen färbt die Jeans stark aus, und bekommt eine blauere Jeansfarbe. Also unbedingt alleine und auf links waschen!
  • Außerdem kann die Jeans beim ersten Waschen vor allem in der Länge ca. 3% eingehen. Im Zweifelsfall lieber eine Nummer länger kaufen.
  • Nach dem Waschen: Gut ausschütteln und die Beine in die Länge ziehen, denn das wirkt dem Schrumpfungsprozess etwas entgegen. Anschließend gut trocknen lassen!
  • Ein Vollwaschmittel lässt deine Dry Denim übrigens stärker ausbluten. Dies kann auch unregelmäßig „streifig“ aussehen (der sogenannte „snake effect“). Ein flüssiges Feinwaschmittel – am Besten aus dem Bioladen – schont die Farbe eher und die Ausfärbeeffekte kommen nicht so stark zur Geltung.
  • Wenn Deine Jeans ein Loch bekommt, ist das nicht schlimm und kann bei jeder*m Schneider*in oder auch von Dir selbst repariert werden!

Gut zu wissen:
Eines unserer liebsten Denim-Labels, Nudie Jeans, bietet einen kostenlosen Reparaturservice für ihre Denims. Da sie die Jeans hergestellt haben, wollen sie sich auch um deren Reparatur kümmern. Falls Deine Nudie Jeans also irgendwann Risse oder Löcher bekommen sollte, kannst Du sie gewaschen beim nächsten Nudie Jeans Repair Shop abgeben – oder Du lässt Dich von unserem Newsletter darüber informieren, wann wir das nächste Nudie Jeans Repair Event in unserem Ladengeschäft in Freiburg veranstalten.

Bildnachweis: Alle verwendeten Bilder stammen von www.nudiejeans.com

Neu im Sortiment: Thinking MU!

Wir müssen feststellen: Lauter gute Dinge kommen aus Barcelona! So auch unser Neuzugang Thinking MU – ein Label, das im Jahr 2010 in der katalanischen Metropole geboren wurde und tolle öko faire Mode macht!

Gemeinsam Chillen auf der Dachterrasse – noch besser in Thinking MU!

Unter dem Motto ‚Life is an attitude‘, gelingt es Thinking MU trendige Streetwear mit Retrocharme zu verbinden. Heraus kommen dabei stylische Teile, in denen mensch perfekt dem schönen Leben frönen kann und sich mega wohlfühlt.
Gestartet wurde mit einer kleinen Auflage von Print-Shirts – nun hat sich das kleine Unternehmen hin zu einem breiten Sortiment entwickelt. Heute steht vom T-Shirt zur Kordhose, vom Rock zur Wolljacke und vom Pyjama zum Strickpullover alles auf dem Programm – und auch Accessoires wie Taschen, Unterwäsche und Sonnenbrillen sind dabei. Konsequent geblieben sind Thinking MU aber bei ihrem Motto.

Hanging loose geht mit cooler Klamotte natürlich noch viel besser!

Thinking MU verwendet v.a. Biobaumwolle und teilweise Hanf. In der Sommerkollektion finden sich außerdem Teile, die zu 100% aus recycelten Materialien (Mix aus recycling-Baumwolle und Recycling-PET) bestehen und im Rahmen der Trash-Kollektion zu haben sind. Und im Winter darf natürlich feiner Strick nicht fehlen.

Wir im zündstoff-Team sind in jedem Fall mega happy über unseren coolen Neuzugang aus dem schönen Barcelona! Hier geht’s lang zu unseren Thinking MU Produkten!

Bildnachweis: Alle verwendeten Bilder stammen von Thinking MU.

WEtell – nachhaltiger Mobilfunk aus Freiburg!

Immer toll, wenn gute Ideen hier in Freiburg entstehen – die Start-Up Szene wurde vor Kurzem um ein tolles Projekt erweitert und zwar um WEtell! WEtell hat sich zum Ziel gesetzt, Mobilfunk nachhaltig zu machen und das Team um Andreas Schmucker, Alma Spribille und Nico Tucher haben zur Realisierung ihrer Idee eine Crowdfunding-Kampagne auf Startnext gestartet!
Ich hatte letzte Woche die Gelegenheit, mit Nico in unserer zündstoff-Küche zu schnacken. Was nachhaltiger Mobilfunk heißt und was es ansonsten mit WEtell auf sich hat, konnt Ihr im Interview lesen!

So cool ist nachhaltiger Mobilfunk!

1. WEtell unterscheidet von herkömmlichen Mobilfunkanbietern der Fokus auf erneuerbare Energien. Könntest Du das etwas ausführen?
Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen gibt es mittlerweile einige. Angefangen bei Bio Lebensmitteln, über faire Kleidung bis hin zu klimaneutralen Mailanbietern, ethischen Banken und sogar fair produzierten Smartphones. Konsequent nachhaltige Mobilfunkverträge gibt es aber bisher nicht. Man kann sich zum Beispiel den Energieverbrauch von Handynutzung anschauen. Etwa 40% der Energie wird für die Herstellung des Handys und das Laden benötigt. Mindestens 60% der Energie werden durch den Netzbetrieb verursacht, also Funkmasten, Server, Rechenzentren. Die großen Netzbetreiber nutzen dazu teilweise erneuerbare Energien, aber bei weitem nicht 100%. Wir bauen deswegen in Kooperation mit den Elektrizitätswerken Schönau neue Solaranlagen in Deutschland und produzieren so mehr Ökostrom als der Netzbetrieb für alle WEtell-Kunden benötigt. Mit diesen Anlagen retten wir die Welt natürlich nicht alleine, aber wenn es uns gelingt einen erfolgreichen Mobilfunkanbieter basierend auf den Werten Klimaschutz, Datenschutz, Fairness und Transparenz am Markt zu etablieren, werden sich andere Unternehmen in der Branche ein Beispiel daran nehmen und selbst auch auf erneuerbare Energien umsteigen. So bringt WEtell den Wandel in die Mobilfunkwelt.

Auch Datenschutz ist euch ein Anliegen. Wieso ist das bei einem Mobilfunkanbieter relevant?
Als Mobilfunkanbieter hat man eine Menge Daten. Wo und wann wer mit wem telefoniert, daraus kann man eine Menge Schlüsse über das Verhalten von Personen ableiten. Genau deswegen sind diese Daten für Unternehmen so wertvoll. WEtell ist unseres Wissens nach der erste Mobilfunkanbieter der klar sagt: Deine Daten sind Deine Daten! Wir sammeln Daten nicht, wir verkaufen sie nicht und wir speichern sie nur so lange wie unbedingt notwendig. WEtell bietet also den Menschen, die sensibel mit ihren persönlichen Daten umgehen wollen eine echte Alternative.


2. Fairness und Transparenz sind wichtige Werte, auf die Ihr Euch als Unternehmen beruft. Dazu passend arbeitet Ihr nach Richtlinien der Gemeinwohlökonomie. Wir bei zündstoff haben uns vor 2 Jahren ebenfalls einem Audit unterzogen. Willst Du kurz etwas zum Konzept dahinter sagen und wie Ihr dazu steht?
Die Gemeinwohlökonomie ist ein alternatives Wirtschaftsmodell, das nicht den Profit maximieren möchte, sondern das Gemeinwohl. Unternehmen können sich diesem Ziel nähern indem sie das eigene Engagement in allen gesellschaftlich relevanten Bereichen bewerten lassen, zum Beispiel die „Einhaltung von Menschenrechten entlang der Lieferkette“ oder „Transparenz und Mitspracherecht von Mitarbeiter*Innen“. Der bewertete Abschlussbericht mit Abschlussnote ist öffentlich zugänglich und jede*r Verbraucher*in kann sich ein eigenes Bild von dem Unternehmen machen. Wir finden diesen ganzheitlichen Ansatz hervorragend, um unternehmerisches Handeln zu einem Gewinn für die Gesellschaft zu machen

3. Wer steht hinter WEtell? Woher kennt Ihr Euch?
Das Gründerteam von WEtell besteht aus Alma, Andreas und mir, Nico. Wir sind alle schon lange im Bereich Nachhaltigkeit aktiv und kennen uns sowohl von gemeinsamer Arbeit am Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme als auch von unserem Engagement für die Ingenieure ohne Grenzen. Vor einem Jahr haben wir uns fest zusammengeschlossen und angefangen WEtell aufzubauen. Ganz aktuell kann man unsere nachhaltigen Mobilfunkverträge das erste Mal in einer Crowdfunding Kampagne auf Startnext kaufen.

Das WEtell-Team bei der Eröffnung der Crwodfunding Kampagne.

4. Eure Crowdfunding-Kampagne ist vor kurzem sehr erfolgreich angelaufen. Habt Ihr mit einem so tollen Feedback gerechnet?
Wir haben es mit ganzem Herzen erhofft, ja! Und ehrlich gesagt es ist ja nicht das erste Feedback. Schon seit dem Start treffen wir immer wieder auf Menschen, die ganz begeistert sind und sich auf WEtell freuen. Viele haben schon andere Bereiche ihres Lebens Stück für Stück auf nachhaltige und faire Alternativen umgestellt oder sind gerade dabei. Diese positiven Rückmeldungen sind für uns natürlich eine riesen Motivation. Für uns alleine brauchen wir keinen neuen Mobilfunkanbieter, wir wollen gemeinsam mit allen Unterstützer*Innen in der Branche etwas bewegen

5. Wie kann man Euch unterstützen?
Aktuell ist die Unterstützung der Crowdfunding Kampagne der wichtigste Schritt. Wir brauchen 1000 Menschen, die Mobilfunkgutscheine WEtell kaufen und damit deutlich machen, dass sie das Konzept nicht nur „ganz nett“ finden sondern wirklich zu uns wechseln wollen. Nur, wenn das klappt, können wir den Weg weitergehen, WEtell an dem Markt bringen und uns dort für Klimaschutz, Datenschutz, Fairness und Transparenz einsetzen. Und da wir uns entschieden haben keine bezahlte Facebook und Google-Werbung zu schalten, weil wir Datensammelei als Geschäftsmodell nicht unterstützen wollen, ist es superwichtig, dass Menschen mit ihrer eigenen Überzeugung von uns Weitererzählen, bei Freunden, Bekannten oder Kollegen. Ich bin überzeugt, dass wir es gemeinsam mit dieser Community schaffen werden WEtell auf die Beine zu stellen

Was kam noch so bei meinem Schnack mit Nico rum?
Im Rahmen von ‚Smart-Green-Seed‘ – einem Start-Up Programm des Grünhofs – haben Nico, Alma und Andi ihre Idee entwickelt – tatsächlich hatte Andi erste Gedanken hierzu schon 2008, aber dann wieder verworfen. Das Herz der drei schlägt für Nachhaltigkeit und Mobilfunk ist etwas, das jede*n betrifft. Insofern lag es nahe, beides zu verbinden. Das Konzept Gemeinwohlökonomie (GWÖ) kennt Nico seit vier Jahren – und zwar vom Heldenmarkt in Hamburg. Er empfindet das Bewerten eines Unternehmens super wichtig, denn das macht es viel einfacher Gemeinwohlkriterien in unternehmerischen Prozess einfließen zu lassen. Gemeinwohl fasst dabei Werte wie Transparenz und Fairness, aber auch Nachhaltigkeit, die als zentrale Säulen von WEtell fungieren, nochmal größer zusammen.

Noch wichtig: Logistik!
Voraussichtlich ab Herbst 2019 bekommen die Kund*innen ihre WEtell-Simkarten, telefonieren können, es liegen noch Schritte, wie Hotlineaufbau etc., vor dem Team. Wer jetzt schon wechseln möchte, findet auf der Homepage von WEtell unter dem Menüpunkt ‚Tarife‘ alle Infos dazu. Eine Übersicht über die verschiedenen Tarifoptionen findest Du hier!
Und ganz wichtig: Hier lang zum Crowdfunding auf Startnext!

Bildnachweis: Alle verwendeten Bilder stammen von WEtell.