Bei uns im Sortiment: L’Herbe Rouge!

Oh là là: Heute gibt es einen kleinen Abstecher nach Frankreich zu einer unserer Lieblingsfirmen: L’Herbe Rouge. Mit viel Gespür für Mode und Stil, sowie nachhaltigen und ökologischen Bewusstsein, erwärmt dieses Label unsere Herzen! L’Herbe Rouge bedeutet so viel wie „das rote Gras“. Die Wurzeln dieses feinen Modepflänzchens liegen in dem kleinen Ort Roubaix, an der Grenze zu Belgien. Dort wurde das Label im Jahre 2008 von Thibaud Decroo und der Designerin Arielle Levy gegründet.

Die Idee hinter dem Label ist ein respektvoller Umgang mit Mensch und Natur ohne dabei Stil und Sinn für Kultur außer Acht zu lassen. Unter genauer Beobachtung dessen, wie Menschen heutzutage leben, mit Objekten umgehen und Kleidung tragen, werden neue Produkte kreiert. Immer mit einem künstlerischen Ansatz und viel Kreativität. Pariser Flair: Der Stil von L’Herbe Rouge ist klassisch, elegant und zeitlos. Minimalistisches Design und auf das gewisse Etwas reduziert. So spielt das Label mit gedeckten Farben und modischen Schnitten und spricht damit eine Zielgruppe an, die besonders daran interessiert ist, Stil mit Rücksicht auf Mensch und Natur zu verbinden.

Die Firma verwendet in Ihrer Produktion ausschließlich Materialien, die die Umwelt schonen. Darunter fallen natürliche Rohstoffe wie Baumwolle, Leinen, Tencel und Wolle. Alles stammt aus kontrolliert biologischem Anbau und ist durch die Textil-Siegel GOTS sowie SA 8000-Standard zertifiziert. Neben der Verwendung von neuen Rohstoffen, setzt das Label auch auf Up- und Recycling von alten Garnen.

Bild: L’Herbe Rouge

Dadurch wird versucht, möglichst ressourcenschonend Kleidung zu produzieren und aus bereits Vorhandenem etwas Tragbares zu schaffen. Alle Kleidungsstücke von L’Herbe Rouge werden unter fairen Arbeitsbedingungen in kleinen Manufakturen mit kurzen Lieferketten produziert. Unterschiedliche Produktionsstätten in Madagaskar, Tunesien, Frankreich, Italien, Spanien, Portugal und Italien sind für die Herstellung dieser besonderen Produkte verantwortlich. Damit die Kleidung bei uns in Europa erhältlich ist, wird der Versand von dem französischen Verband Ateliers sans Frontiers durchgeführt. Neben der Abwicklung des Versands, hilft dieses soziale Projekt Menschen in schwierigen Lebenssituationen, wie bspw. Arbeitslosigkeit, wieder auf die Beine. Seit der Gründung 2008 hat L’Herbe Rouge bereits mehrere Preise für Ihre Arbeit gewonnen, zurecht wie wir finden!

Bild: L’Herbe Rouge

In den eigenen Läden des Labels finden regelmäßig verschiedene Veranstaltungen und Ausstellungen statt, die die gelebte französische Kreativität und die Lust auf das Leben widerspiegelt. L’Herbe Rouge ist es gelungen wunderschöne, stilvolle Mode zu entwerfen, die zudem noch fair und nachhaltig produziert wurde. Hier geht es zu den L’Herbe Rouge Artikeln in unserem Online-Shop!

Ein großes Danke an unsere Praktikantin Miriam, die diesen Blogpost verfasst hat!

Behind the fields: Armedangels goes India!

Das Label Armedangels haben wir ja bereits eine gute Weile in unserem Sortiment. Vielfältige Styles, ein gutes Preis-Leistungsverhältnis und hochwertige Qualität überzeugen uns so schon seit Jahren. Und auch unsere Kund*innen lieben das Kölner Label sehr.
Immer auch mal direkt zu den Rohstoffproduzent*innen in die Herstellerländer zu reisen, ist eine tolle Art und Weise, den Weg der Kleidung nachvollziehen zu können – und genau das haben zwei Mitarbeiterinnen von Armedangels gemacht: Sie sind nach Indien geflogen, um dort den Baumwollbauer Bhimabhai zu besuchen, der zu den Erzeuger*innen von Biobaumwolle für das Label gehört.

Das Armedangels-Team unterwegs in Indien! Foto: Armedangels
Das Armedangels-Team unterwegs in Indien! Foto: Armedangels

Der Baumwollbauer lebt im indischen Gujarat, einem Bundesstaat im westlichen Teil Indiens an der Grenze zu Pakistan und mit Zugang zum arabischen Meer gelegen. Der Bauer pflanzt seit mittlerweile 25 Jahren Baumwolle an – biologisch und in zeitintensiver Handarbeit. Dort sind die Menschen stolz, ihr Land nicht mit genmanipuliertem Saatgut und Pflanzengiften zu zerstören. So fällt auch der Satz: „I am happy that my land is happy!“

Bhimabhai bei der Arbeit. Foto: Armedangels
Bhimabhai bei der Arbeit. Foto: Armedangels

Herzlich und mit der für Indien typischen Gastfreundschaft, wird das Team im Dorf des Baumwollbauers aufgenommen und von allen Seiten neugierig bestaunt und mit leckeren indischen Speisen verwöhnt.

Gemeinsames Essen im Dorf! Foto:Armedangels
Gemeinsames Essen im Dorf! Foto:Armedangels

Aber natürlich sehen sich die beiden Frauen auch fleißig die Baumwoll-Herstellung sowie Fairtrade Premium Projekte an: So helfen sie bei der Ernte der flauschig-weichen Baumwollknäuel und pflücken sie von Hand vom Strauch. Die Preisgestaltung bei fairtrade-zertifizierter Baumwolle ist übrigens folgendermaßen: Die Bäuerinnen und Bauern erhalten einen garantierten Mindestpreis für ihre Ernte. Falls der lokale Marktpreis allerdings über ebendiesem Fairtrade-Mindestpreis liegt, muss der höhere Preis bezahlt werden. Dadurch werden die Erzeuger*innen vor ansonsten üblichen Preisschwankungen verschont, unter denen sie ansonsten zu leiden hätten. Zusätzlich erhalten die Produzent*innen pro verkauftem Kilo Biobaumwolle eine Prämie für Gemeinschaftsprojekte. Davon können dann Wassertanks für Schulen, Brunnen oder – wie bei der besuchten Familie – eine Wurmfarm (für feinen Kompost) finaziert werden.

Helfende (und hennabemalte) Hände bei der Ernte! Foto: Armedangels
Helfende (und hennabemalte) Hände bei der Ernte! Foto: Armedangels

Wir finden es wirklich toll, wenn Labels einen Einblick in ihre Produktionskette gewähren und – wie hier bei Armedangels – von Einzelpersonen berichten und dadurch das Bewusstsein zu erweitern helfen: Woher stammt meine Kleidung, wer stellt sie her? Das sind wichtige Fragen, die sich hoffentlich in naher und nicht zu ferner Zukunft immer mehr Menschen stellen werden. Denn sie können dabei helfen, die Textilindustrie zu verändern. Mit kleinen Schritten, aber dafür umso bestimmter.
Wer nun auch Lust auf die schöne Kleidung von Armedangels bekommen hat, kann hier einen Blick in unseren Online-Shop werfen!

Teil des Dorflebens! Foto: Armedangels
Teil des Dorflebens! Foto: Armedangels

Anmerkung: Dieser Blogpost basiert auf einem ausführlicheren Beitrag von Julia und Katia von Armedangels, die dort für Nachhaltigkeit und Public Relations zuständig sind. Dieser lässt sich auf der Homepage des Labels finden.

 

 

 

 

 

 

Neu in unserem Sortiment: Reet Aus!

Die aus Estland stammende Mode-Designerin Reet Aus kreiert Upcycling-Fashion – gepaart mit einem hohen Anspruch an soziale und ökologische Nachhaltigkeit. Dabei entstehen ihre Kollektionen ausschließlich aus bereits existierenden Materialien und – falls Neumaterialien nötig sind – aus ökologisch produzierten Stoffen. Seit dem Jahr 2002 designt Reet Aus Kleidung und hat für ihr großes Engagement in Punkto Nachhaltigkeit bereits verschiedene Preise und Auszeichnungen gewonnen. Als erste estnische Designerin war sie außerdem auf der London Fashion Week vertreten.

Designerin Reet Aus in ihrer Eigenkreation. Foto: Reet Aus
Designerin Reet Aus in einer ihrer Eigenkreationen. Foto: Reet Aus

Als entscheidenden Dreh- und Angelpunkt ihrer Arbeit sieht Reet Aus Upcycling. Alten Materialien und Objekten neues Leben einzuhauchen ist außerdem eines ihrer großen Themen. Anhand einer genauen Life Cycle Analysis (LCA) kann nachvollzogen werden, wieviel Energie- und Wasserersparnis in jedem Kleidungsstück des Labels steckt. Dies möchte sie allerdings nicht nur für ihr eigenes Label verwirklicht sehen, sondern anhand einer Upcycling-Methode auch der globalen Massenproduktion ermöglichen. Den Upcycling-Prinzipien folgend, wurde die zertifizierbare UPMADE®-Methode entwickelt die genau dies schaffen möchte. Die Kollektionen von Reet Aus werden mit Hilfe dieser Methode produziert und wollen aus Resten wertige Produkte herstellen, Müll reduzieren und herkömmliche Recycling-Praktiken in die Massenproduktion überführen. Jedes Kleidungsstück des Labels kann so im Durchschnitt 70% Wasser sowie 88% Energie sparen – verglichen mit konventionellen Produkten: Das ist echt stark!

Aushängeschild: Das Up-Shirt! Foto: Reet Aus
Aushängeschild: Das Up-Shirt! Foto: Reet Aus

Aus selbst stammt aus einer sehr künstlerisch veranlagten Familie: Ihre Mutter war Textilkünstlerin, ihr Großvater Bildhauer. In seinem Atelier kam Aus das erste Mal in Kontakt mit der Sammelleidenschaft für Reste aller Art, da ihr Großvater v.a. Textilreste in seinen Skulpturen verarbeitete. Ihm ist es Aus‘ Meinung nach auch zu verdanken, dass sie sich auf Textilien spezialisiert hat und insbesondere deren Reste weiter verarbeitet. Auch ansonsten ist ihr ein ökologisch orientierter Lebensstil wichtig: Sie besitzt kein eigenes Auto, sondern fährt Fahrrad, ernährt sich vegetarisch und lebt den nachhaltigen Ansatz ihres Unternehmens auch konsequent in ihrem privaten Alltag.
Festangestellt sind beim Label übrigens vier Personen – in Tallinn befindet sich der Firmensitz samt Atelier und Verwaltung. Die Fertigung der Kleidungsstücke geschieht allerdings in Bangladesch. Natürlich unter fairen Bedingungen. Die Designs sind clean und schlicht – grafisch anmutende Applikationen, wie beim ‚Up Shirt‘, das einen nach oben weisenden Pfeil zeigt. Wenn ihr nun neugierig auf dieses spannende Label geworden seid: Hier geht es zu unseren Reet Aus Produkten!

Cooles Longsleeve samt cooler Hose. Foto:Reet Aus
Cooles Longsleeve samt cooler Hose. Foto:Reet Aus

Bei uns im Sortiment: Les Racines du Ciel!

Warum wir das Label Les Racines du Ciel so lieben? Wegen der Alpakawolle, die jedes Strickteil einfach unvergleichlich macht! Auch in diesem Winter haben wir eine Vielzahl toller Styles der aus Frankreich stammenden Marke für euch geordert: Von ganz normal geschnittenen Rundhalspullovern, über lässige Oversize-Fits geht es zu Ponchos und Strickjacken. Auch farblich setzt die aktuelle Kollektion schöne Akzente: Kräftiges Mittelblau, warmes Weinrot, gedecktes Grau und Kirschrot und natürlich allzeit herrlich zu kombinieren. Nicht zu vergessen: Die kuschelig-weichen Loopschals, mit denen der herannahende Winter wie ein Klacks erscheint. Wirklich.

Plain Color Sweater
‚Plain Color Sweater‘

Das Label wurde im Jahr 2005 von Nathalie Goyette und Christian Tournafol gegründet – mit dem Gedanken, dass Mode stets auch von der Verbindung von Wissen und sozialen sowie ökologischen Ansprüchen lebt. Namensgeber war übrigens der Öko-Roman ‚Les Racines du Ciel‘ vom französischen Schriftsteller Romain Gary.

Strickponcho
‚Poncho‘

Nachhaltigkeit als Wert steckt bei ‚Les Racines du Ciel‘ nicht nur in der Art der Herstellung sowie den Materialien: Zeitloses Design in Form von hochwertigen Basics, die stilsicher sind und lange Freude bereiten. Dinge, die du ‚für immer‘ tragen möchtest und die mit der Zeit zu so etwas wie einer zweiten Haut werden.

Loopschal 'Snood'
Loopschal ‚Snood‘

Wir freuen uns, dass wir das Label in unserem zündstoff-Sortiment haben – im Sommer mit luftig leichten Outfits aus Pima-Baumwolle und nun im Winter mit wollig-warmen Kuschelstrick aus unsagbar weicher Alpakawolle, die aus nachhaltiger Tierhaltung in den peruanischen Anden stammt und ausschließlich von Kleinbäuerinnen und -bauern hergestellt wird. Die Rohstoffe werden schließlich in Bulgarien zu feinen Strickteilen weiter verarbeitet.
Und wer weiß: Vielleicht ist ja dein neues Lieblingsteil dabei? Um das herauszufinden, kannst du dir hier die wunderschönen Styles von Les Racines du Ciel anschauen!

'Round Neck Sweater'
‚Round Neck Sweater‘

So stylisch ist Flanell!

Es lässt sich mittlerweile wieder häufiger erspähen: Das gute alte Flanellhemd. Holzfäller*innen-Look ist quasi das neue Ding. Bequem, warm, weich und ein beinah zeitloser Klassiker – das lieben wir doch! Praktischerweise lassen sich alte Hemden nun einfach wieder in Szene setzen (so sie denn nicht dem letzten Ausmisten zum Opfer gefallen sind) – und falls du noch nie ein solches Flanellhemd mit Karomuster besessen hast: Wir haben tolle Modelle auf Lager! Kombinieren lassen sich die Teile einfach zu Denims, sehen aber auch toll zu Chinos aus. Und Mädels können sie auch herrlich zu Jeansröcken oder Leggings tragen: the sky is the limit! Ökohaft sind sie dadurch nie, denn sie lassen sich modisch und urban stylen.
Anbei könnt ihr euch drei verschiedene Modelle zu Gemüte führen: Zwei vom Label Armedangels und eins vom fränkischen Label Bleed, das ausschließlich vegane Kleidung produziert.

Bei den Herren ist die Auswahl an hochwertigen Flanellhemden sogar noch größer: Es gibt sie in dieser Saison von Nudie Jeans, Knowledge Cotton Apparel, Bleed und Kings of Indigo. Da wird doch mit Sicherheit was für dich dabeisein, oder?

Egal welches Label: Sie haben alle tolle Holzfäller*innen-Hemden in ihren aktuellen Kollektionen! Werf doch mal einen Blick hinein!

Neu in unserem Sortiment: Lovjoi!

Lovjoi_Logo

Immer wieder schön, neue Labels in unserem zündstoff-Sortiment begrüßen zu dürfen: Ganz aktuell haben wir das deutsche Label Lovjoi in Empfang genommen – und freuen uns über das lässig-schlichte Design und die tollen Basics, die ihr ab jetzt bei uns kaufen könnt!
Lovjoi wurde von der jungen Unternehmerin Verena Paul (26) gegründet, die als Veganerin und Inhaberin eines Biosupermarkts eigentlich das Ideal anstrebte, in Einklang mit Natur, Mensch und Umwelt zu leben. Sie musste feststellen, dass sie bei der Wahl ihrer Kleidung allerdings nicht so konsequent handelte, wie sie eigentlich wollte. Als verrückt und größenwahnsinnig bezeichnet Verena Paul ihre daraus entstandene Idee, eigene Mode zu machen und eine ökologisch korrekte Textilproduktion mit Geflüchteten in Deutschland aufzubauen. Und hat diesen Plan dann aber in die Tat umgesetzt und ihr eigenes öko-faires Modelabel gegründet.

Verena Paul, die Gründerin von Lovjoi, Foto: Xing/ Verena Paul
Verena Paul, die Gründerin von Lovjoi, Foto: Xing/ Verena Paul

Lovjoi hat seinen Sitz in Riedlingen, am Rande der schwäbischen Alb und werkelt in einem 7-köpfigen Team in einer ehemaligen VW-Werkstatt und inmitten von lebendiger Hinterhof-Startup-Atmosphäre: Dort werden mit viel Hingabe der Traum von echter Greenfashion verwirklicht und qualitativ hochwertige Lieblingsstücke gefertigt. Die hierfür verwendeten Materialien sind nach dem GOTS-Standard zertifiziert und stammen zudem aus Europa.

Mitarbeiterin von Lovjoi bei der Arbeit, Foto: Lovjoi
Mitarbeiterin von Lovjoi bei der Arbeit, Foto: Lovjoi

Die Designs sind schlicht und zeitlos – mit Teilen, die sich sehr gut miteinander tragen und kombinieren lassen und gefühlt lange Platz im Kleiderschrank haben werden. Das Team um Verena Paul bringt zwei Kollektionen pro Jahr heraus – diese verfolgen stets den Anspruch nach Stimmigkeit, fairer Produktion und hochwertiger Verarbeitung. Und: Es gibt etwas für Damen sowie Herren. Sozialer Pluspunkt: Lovjoi möchte syrischen Geflüchteten unter die Arme greifen und stellt regelmäßig Schneider*innen ein, die aus dem Bürgerkriegsland stammen. Weil das Team findet, das jede*r eine faire Chance verdient. Daumen hoch also für dieses kleine, feine Label aus Schwaben!
Wir haben Lovjoi ganz frisch in unserem Sortiment und bieten viel Feines an: Tolle Kleider, Hosen, Shirts und Pullover – werf doch mal einen Blick auf die stylischen Teile von Lovjoi!

Blouson ‚Boca‘, Foto: Lovjoi

Was bringt die Herbstmode?

Ich weiß, ich weiß – er ist noch da – der Sommer – und möge denn auch bitte noch ein wenig bleiben. Schließlich hat er sich ja diese Jahr mit seinem Beginn auch schon ziemlich geziert. Trotzdem lohnt es vielleicht, schon mal einen kleinen Blick in die Herbsttrends 2016 zu werfen. Deswegen stelle ich euch heute ein paar aktuelle Styles unterschiedlicher Labels vor.

Wie zu erwarten, wird in den kühleren Jahreszeiten auf eher gedecktere Farben gesetzt. Das müsste zwar nicht unbedingt so sein, scheint aber immer noch ein quasi Konsens bei fast allen Labels zu sein. Allerdings setzt Armedangels z.B. auf  einige erfreuliche Farbakzente. Bei dem Kölner Label gibt es in dieser Saison warme Rottöne und tiefes Smaragd- und auch Lindgrün in der Herbst/Winter Kollektion 2016 zu finden: Neben den klassischen Farben Navy, Grau und Schwarz ergibt sich aus diesen Farben eine tolle Farbpalette, mit der beschwingt in kühlere Tage gestartet werden kann. Auch feine Prints sind zu haben!

Kleid 'Lumi' in dark green, Foto: Armedangels
Kleid ‚Lumi‘ in Dark Green, Foto: Armedangels

Für die Jungs gibt es bei Knowledge Cotton Apparel wieder schicke Chinos – natürlich auch jetzt wieder in neuen Farben – z.B. Dunkelgrün, sattem Braun, tiefem Blau. Dazu haben wir angenehm weiche Flanellhemden mit skandinavischem Understatement für euch auf Lager. T-Shirts gibt es selbstverständlich auch neue von unserem allseits geschätzem Label aus Dänemark.

So flauschig ist die Biobaumwolle bei KCA! Foto: Knowledge Cotton Apparel
So flauschig ist die Biobaumwolle bei KCA! Foto: Knowledge Cotton Apparel

Von Nudie Jeans haben wir coole Hemden in erdigen Farben für euch geshoppt – außerdem jede Menge Accessoires: Beanies, Caps, toll gemusterte Socken, Geldbeutel sowie Keychains. Und natürlich ohne Ende Denim. Ihr braucht ja Nachschub ; )

Hannesson Beanie von Nudie in schickem Cinnamon! Foto: Nudie Jeans
Hannesson Beanie von Nudie in schickem Cinnamon! Foto: Nudie Jeans
Olsson Socks von Nudie in stylischem Olive! Foto: Nudie Jeans
Olsson Socks von Nudie in stylischem Olive! Foto: Nudie Jeans

Schaut doch einfach mal in unserem Online-Shop oder unserem Freiburger Ladengeschäft in der Moltkestraße 31 vorbei! Wir freuen uns auf euch!

Neu in unserem Sortiment: Langbrett!

Foto: Langbrett via www.langbrett.com
Foto: Langbrett via www.langbrett.com

Wir bei zündstoff erweitern ja beständig unser Sortiment. Zum einen, weil wir euch viel Verschiedenes aus dem öko-fairen Bekleidungsbereich anbieten wollen – aber natürlich auch, weil es mittlerweile einfach viel mehr davon gibt. Die Auswahl an coolen und stylischen Brands im Bereich öko-faire Kleidung und Accessoires wächst schließlich beständig. Unser neuester Zuwachs ist das Label Langbrett. Langbrett vertreibt neben Produkten einer Eigenmarke außerdem nachhaltige Labels, mit deren Unternehmensphilosophie es sich identifizieren kann, wie z.B. Patagonia, Fjäll Räven und Millican. Surfbretter von verschiedenen Labels gibt es übrigens auch. Die Gründer*innen hinter dem Label sehen sich eigentlich nicht als Händler*innen im klassischen Sinne und schreiben hierzu auf ihrer Homepage „wir sind surfer, skater, biker, kletterer, aussteiger und gestalter“. Sie alle eint die Sehnsucht nach Freizeit in der Natur, wo für sie erleben heißt, nicht zu konsumieren und Auszeit wichtiger ist, als Anschaffung. Kennengelernt hat sich das Langbrett-Team übrigens beim Wellenreiten in Frankreichs Norden. Daraus entstand mit der Zeit der Wunsch zusammen zu arbeiten und schließlich wurde der erste Laden eröffnet. Ziel dabei war stets, Produkte zu entwickeln, die weder für Mensch noch Umwelt schädlich sind. So waren die ersten Teile der labeleigenen Kollektion klassische Sweater aus Biobaumwolle, fair produzierte Hoodies, chemiefreie T-Shirts sowie handgefertigte Longboards aus einheimischen Hölzern. Alles in allem also ein nachhaltiges, soziales Business mit Anspruch an langlebiges und zeitloses Design.

Bei zündstoff haben wir drei Skateschuhe von Langbrett ins Sortiment aufgenommen. Absolut street-tauglich, ob nun auf Long- oder Skateboard benutzt oder einfach nur zum sich-drin-wohlfühlen – egal. Bequem, nachhaltig und fair: Das lieben wir.

Ich persönlich bin übrigens im vergangenen Herbst eher durch Zufall in den Berliner Langbrett-Store gestolpert. Und war sehr angetan von der zugewandten, freundlichen Art des Personals, das mir bei Fragen rund um eine Rucksackanschaffung mit Rat und Tat (sowie viel Geduld) zur Seite stand. Alles in netter und stimmiger Atmosphäre und gar nicht so mit dem Gefühl, in einer typischen Kaufsituation zu sein. Das bestärkt meinen guten Eindruck von Langbrett und den Menschen dahinter, nämlich dass dieses Unternehmen authentisch ist und seine Werte auch tatsächlich lebt. Daumen hoch also für unseren Zuwachs bei zündstoff!

Foto: Langbrett via www.langbrett.com
Foto: Langbrett via www.langbrett.com

 

5 Fragen an …

…Stefanie Wyen von YOIQI!

Anfang letzter Woche habe ich Stefanie Wyen, die Desigerin von YOIQI, einem Freiburger Label für Yoga- und Leisure-Wear, getroffen und mit ihr ein interessantes Gespräch über das Label geführt, das sie zusammen mit Lothar Dubaschny und Alexander Brief gegründet hat.

Desigerin Stefanie Wyen über den Dächern von Kairo - natürlich im YOIQI Jumpsuit! Photo: xxx
Desigerin Stefanie Wyen über den Dächern von Kairo – natürlich im YOIQI Jumpsuit! Foto: Alexander Brief

1. Zu allererst, weil mich das interessiert und ich denke, auch unsere Leserinnen und Leser: Was bedeutet das Wort YOIQI und für was steht euer Label?

Also das Wort hat keine Bedeutung in dem Sinne. Wir wollten ein kurzes, prägnantes Wort als Namen für unser Label. Jeder kann darin sehen war er will. YOIQI steht für Yogakleidung und Leisure-Wear aus Biobaumwolle, die organisch angebaut wird und sich gut anfühlt. Es geht uns um das Gefühl, das man beim Tragen und Anfassen der Kleidung hat. Uns ist es wichtig, dass unter fairen und nachhaltigen Bedingungen produziert wird. Dass alles aus einer Hand kommt, ist ganz ausschlaggebend gewesen, uns für diese Produktionsstätte zu entscheiden. Die Baumwolle wird bei Sekem – einer ägyptischen Kulturinitiative –  angepflanzt, versponnen, verwoben, geht in den Zuschnitt und schließlich in die Produktion. Alles ist nur wenige Stunden voneinander entfernt. Das kannte ich vorher nicht aus der Modebranche, dass es das gibt und es so transparent ist.
YOIQI steht außerdem für Yogakleidung, die durchdacht ist. Vor allem in den Jumpsuits kann man Yoga praktizieren, ohne sich Gedanken über die Kleidung zu machen – weil alles sitzt und nichts verrutscht und man nicht ein T-Shirt versorgen muss, wenn man in den Handstand geht.

2. Meine zweite Frage kommt jetzt zu wie die Idee entstanden ist, dass ihr euch zu dritt zusammen tut, um dieses Label in Freiburg zu gründen. Du bist ja Designerin – da habe ich mich gefragt, ob die erste Impulssetzung dann auch tatsächlich von Dir kam.

Es gab verschiedene Impulse. Von mir kam der Impuls Yogakleidung zu designen. Die ersten Prototypen habe ich alleine entwickelt, bevor es YOIQI gab. Dann lag das Ganze aber ziemlich lange auf Eis, weil ich beruflich und privat mit anderen Dingen beschäftigt war. Gedanklich hatte ich mich schon fast davon verabschiedet, meine Yogakollektion zu verwirklichen. In dieser Zeit bin ich auch Mutter geworden und als meine Tochter schon ca. 3 Jahre alt war, sind Alex und Lothar auf mich zugekommen. Sie hatten die Idee, Kleidung aus sehr schönen, hochwertigen und angenehmen Materialien herzustellen, sozusagen Lieblingsstücke. Sie haben jemanden vom Fach gesucht, um ihre Vorstellungen umsetzen zu können. So kam eins zum anderen, meine Yogakollektion und die Ideen von Alex und Lothar.
Alex reist schon seit über 20 Jahren nach Ägypten und hat somit den Kontakt zu Sekem hergestellt. Drei Leute, die was mit Kleidung machen wollten oder schon gemacht haben und einer, der eben das Material und die Produktionsstätte aufgetan hat. Und, dass wir alle richtig Lust dazu hatten.

3. Es war quasi von Anfang an klar, dass euer Label öko-fair sein soll – weil sich das so gemeinsam entwickelt hat? Die Yogakleidung, dann der Impuls von den anderen beiden?

Nachdem Alex uns von Sekem berichtet hat, sind wir zu dritt nach Ägypten geflogen, um uns vor Ort ein Bild zu machen. Es hat einfach alles von Anfang an gepasst. Sekem produziert nur Biobaumwolle, die wird weiterverarbeitet und es entsteht somit Biobaumwoll-Jersey. Dadurch war klar: Es muss etwas mit Baumwolljersey werden. So sind wir wieder zu meiner Yogakollektion gekommen und weg von diesen Lieblingsteilen, weil wir wussten, für die Yogasachen brauchen wir eigentlich genau das. Da hat sich einfach der Weg aufgetan und es klar war: Das probiert man jetzt. Wir haben gar nicht weiter geschaut nach anderen Anbietern, waren auf keiner Messe, haben keine anderen Produktionen recherchiert. Da kam eins zum anderen. Wir haben einfach gesagt: Wir probieren es aus un dann ging es weiter, weiter, weiter.

Willst Du noch ein paar Worte zu diesem Modellprojekt Sekem sagen?

Sekem ist eine ägyptische Kulturinitiative, die vor 35 Jahren gegründet wurde und seit ca. 20 Jahren im Textilbereich arbeitet. Teilweise auch für sehr etablierte Unternehmen, wie z.B: People Wear Organic, was für uns ein großer Vertrauensbeweis war. Wenn es da so lange funktioniert, dann können wir das auch wagen. Sekem hat eigene Plantagen, allerdings werden Bauern auch geschult ökologisch anzubauen und ihnen garantiert, dass die Baumwolle zu einem guten Preis abgenommen wird. Es ist ein wunderschönes Areal voller Blumen und Pflanzen und quasi aus dem Nichts entstanden, vorher war da karge Wüste. Die Menschen haben dort so viel aufgebaut und so viele Arbeitsplätze geschaffen für die ägyptische Bevölkerung. Ein österreichisch-ägyptisches Paar hat das aufgebaut. Die Bedingungen sind fair und was auch sehr schön ist: Sekem hat nicht nur diese Textilproduktion. Sie produzieren Tees, Gewürze und medizinische Produkte au pflanzlicher Basis. Auf dem Firmengelände befindet sich auch ein Waldorfkindergarten, eine Waldorfschule, sogar eine kleine Universität für nachhaltiges Wirtschaften. Sie haben ein Krankenhaus auf dem Gelände. Die Arbeiter und die umliegenden Dörfer nutzen das sehr gerne und nehmen das sehr gut an. Es ist wie eine eigene, kleine Welt in Ägypten. Es ist sehr schön und macht sehr viel Spaß da zu arbeiten. Es ist alles transparent, wir dürfen uns dort frei bewegen mit Kamera, filmen, fotografieren. Da wird nichts kontrolliert. Wir können mit den Arbeitern sprechen und wir haben da immer eine sehr schöne, gute Zeit.

Auf dem Gelände von SEKEM, Photo:
Auf dem Gelände von Sekem, Foto: Alexander Brief

4. Dann würde ich jetzt zu eurem Team kommen. Deinen Hintergrund kenne ich, aber aus welchen Bereichen kommen die anderen beiden und wie ergänzt ihr euch dadurch auch im Team?

Ich habe in Pforzheim Modedesign studiert und bin dann nach dem Studium auch direkt Richtung Design von Sportbekleidung gegangen. Dem bin ich eigentlich auch immer treu geblieben – das Ästhetische mit dem Sinn, Zweck und Nutzen zu verbinden. Alex und Lothar sind seit Jahrzehnten Freunde und haben einfach schon mehrere Businesssachen miteinander gemacht. Lothar hat Dubsta, einen Getränkehändler gegründet, der heute unter dem Name Südstar aktiv ist. Alex ist dort später ebenfalls eingestiegen. Sie haben daher schon einmal Erfahrungen als Gründer von Unternehmer gemacht. Das war nicht das Einzige: Alex hat verschiedene kulturelle Projekte verwirklicht und auch das Café Wilhelm-Moltke eröffnet. Sie sind beide Menschen, die neugierig sind und auch bleiben. Wenn sie was interessiert, anfangen zu recherchieren und es dann wagen, die Dinge auch umzusetzen. Aber auf eine sehr angenehme Art und Weise. Was mir total gefällt und geholfen hat in dem Team ist, dass wir alles mit sehr viel Geduld angehen und sehr organisch wachsen lassen. Da konnte ich echt viel von den beiden und ihren unternehmerischen Fähigkeiten lernen.

5. Was wünscht ihr euch für euer Team und euer Label für das Label für das nächste Jahr?

Für unser Team wünschen wir uns weiterhin viel Freude, kreative Ideen und Spaß beim gemeinsamen Arbeiten. Unsere Kollektion würden wir gerne noch ausweiten –  definitiv mehr Farben und auch ganz klar Oberteile wären schön. Wir hoffen, dass die Menschen, die unsere Kleidung kaufen und tragen, sich darin wohlfühlen und wir weiterhin so positives Feedback bekommen – und wir diesen Standard auch halten können.

Vielen Dank für das Gespräch!

Skinny Jeans…quo vadis?

Bereits seit einigen Mode-Seasons wird ein Abgesang auf die Skinny Jeans gesungen. Aber wirklich gehen will sie auch nicht, bzw. es ist immer noch unklar wohin denn eigentlich. Wirft man einen Blick in unterschiedliche Medien – nicht nur in Modeblogs und -zeitschriften, sondern auch in die Feuilletons großer Tagezeitungen – beschäftigen diese engen Beinkleider Modeexpert*innen wie Kulturkritiker*innen gleichermaßen. Die Süddeutsche Zeitung z.B. spricht davon, dass Shopping langweilig geworden sei und Modedesigner*innen noch nichts gefunden hätten, was die Massenmarkt-Kund*innen von Skinny Jeans und weiten Oberteilen abbringen könne. Im Kulturteil der Wochenzeitung Der Freitag wird die Skinny Jeans von Elena Beregow gar als gegensätzliches sowie mehrdeutiges Kleidungsstück verstanden, das einerseits emanzipative Züge zu haben scheint, weil es sowohl von sehr schlanken, wie auch eher beleibten Menschen getragen wird. Andererseits würde es durch den engen Schnitt gleichzeitig auch immer den Verdacht erregen, seinen Teil zur neoliberalen Selbstoptimierung beizutragen. Dank Elasthan-Anteil sind Skinny Jeans allerdings tatsächlich sehr bequem – auch und vermutlich gerade für viele nicht-dünne Menschen ein beliebtes (weil stretchiges) Stück Alltag – und sehr entgegen den oftmals elitären Meinungen von Modehäusern und ihren Designer*innen, die Skinny Jeans am Liebsten verbannt sehen würden – aber vermutlich nur, um sie in wenigen Jahr wieder als die neue Modeentdeckung feiern und vermarkten zu können. Und eine aktuelle Statistik sieht Skinny Jeans ganz offiziell im Niedergang begriffen:

Study_Skinny_Jeans_in_Decline
via Quartz

Schon seit einiger Zeit regt sich so also bei Fashionistas, Designer*innen und Mode-Blogger*innen Widerstand und weitere bis sehr weite Hosenbeine sind auf den Laufstegen der Welt zu begutachten. Da gibt es nun also wieder die bekannten hochhüftigen Marlene-Hosen, außerdem Culottes oder Gehröcke (ich hatte als Kind sowas), Palazzo-Pants mit irren Prints und natürlich – wen würde es wundern – die guten alten Schlaghosen inkl. Hut und Hippie-Blüschen. Praktischerweise hat mensch solche Modelle evtl. sogar noch in der hintersten Schrankecke, wo sie im Dunkel auf diesen ihren Moment im Jahr 2016 gewartet haben.

Jetzt können sich allerdings an solch weiten Beinkleidern auch die Geister scheiden. So viel Stoff, so viel, was da um die Beine schlingert, viel zu viel High-Waist oder – wie bei den Cropped-Modellen – Hochwasser-Hosiges. Ich persönlich mag weite Hosen durchaus auch (mal), empfinde sie aber z.B. packtechnisch als die reinste Zumutung (außer es sind luftig-dünne Sommerhosen). Denn da kann so eine eingerollte Skinny Jeans nur punkten. Oder eine Leggings. Aber das ist nochmal ein anderes Thema.

Wir bei zündstoff sehen das alles übrigens ganz entspannt. Und verkaufen euch weiter sehr gerne Skinny Jeans, die ihr Mode-Rebell*innen euch dann zu Maxi-Shirts anziehen und euch einfach wohl darin fühlen dürft. Ganz nach dem Motto: Einfach mal nichts anderes. Sondern das ewig Gleiche – bis auch das wieder in Mode kommt.