Forschur – nachhaltige Kindermode aus upgecycelten Wollpullovern!


Baby – und Kinderkleidung gibt es bei zündstoff zwar nicht, aber das hält uns nicht davon ab, euch mal den ein oder anderen Hinweis auf coole und nachhaltige Kinder – und Babymode zu geben!
Das Berliner Label For Schur macht dabei etwas besonders Cooles:
Die beiden Gründerinnen Nina Krake und Tabea Börner des noch jungen Berliner Labels upcyceln hierfür Wollpullover, die sie aus Second Hand Läden beziehen. Daraus entstehen in liebevoller Handarbeit Einzelstücke, da vernäht wird, was die beiden bei ihrer Jagd nach Wollwaren ergattern konnten. „Forschur – nachhaltige Kindermode aus upgecycelten Wollpullovern!“ weiterlesen

Trend Alert auf der Fashion Week: Was kommt im Herbst/ Winter 2017?

Nachdem euch Miriam in der letzten Woche bereits einen Bericht zur Fashion Week in Berlin geliefert hat, schreibt sie in diesem Blog-Post noch mehr zu den Trends und Styles, die euch Ende 2017 erwarten!

Eindrücke der Ethical Fashion Week – Green Showroom

Die Fashion Week ist vergangen und wir haben jede Menge Eindrücke gesammelt und ganz viel Neues gesichtet. Die letzte Zeit haben wir das alles mal ein bißchen Revue passieren lassen und ich stelle euch heute die wichtigsten Trends, Farben und Schnitte für die kommende Saison vor.
Lasst uns beginnen:
Im Bereich Fair Fashion ist Armedangels das Unternehmen, welches den Mainstream Markt bedient. Tragbare, hochwertige, alltagstaugliche Kleidung für jederfrau*mann und das Ganze zu erschwinglichen Preisen. In den letzten Jahren wagte sich Armedangels jedoch auch immer mehr an modische und ausgefallene Designs ran! So hat das Label auch für die kommende Saison einige tolle, junge Teile herausgebracht.

Bei Armedangels auf der Premium! Foto: S. Klemz

Aufgefallen ist uns die Kollektion für die Herren, die mit rosa Akzenten eher ungewöhnlich erscheint. Basic Shirts in dieser Farbe, sowie lässige, weit geschnittene Sweatjacken wirken modern und hip. Hier erkennt man ganz gut, wie die Grenzen zwischen den klassischen Geschlechterrollen verschmelzen. Ganz nach dem Motto: Trag was dir gefällt! Weitere Kleidungsstücke wie Chinos, Pullover und Hemden in Olive, Anthrazit und hellen Grautönen runden schlussendlich die Kollektion ab. Blau in jeglichen Nuancen, sowie erdige Gelbtöne bringen Farbe für die herbstlichen Tage.

Sascha beim Stand von Knowledge Cotton Apparel. Foto: M. Scholz

Für die Damen ging es mit jeder Menge schöner, witziger Print Sweater weiter. Edle Stoffe in Violett, Dunkelblau und Weinrot bestimmen die Farbpalette. Immer auf der Suche nach schönen Herbst/ Winterjacken sind wir bei Jan ’n‘ June und Lovjoi auf Mäntel aus Baumwollfleece gestoßen. Weich, vegan und zudem noch extrem schick und zeitlos! Coole Blousons in abgesteppter Optik oder ganz glatt aus der Regenratsfaser Lyocell gab es auch hier bei Armedangels, Kings of Indigo, Wunderwerk und Lovjoi. Um dieses Piece wirst du vermutlich im Herbst ’17 nicht drumrum kommen!
Weiter geht es mit dem Military-Look, der ganz stark in Form von Hosen, Hemden und Jacken bei Kings of Indigo vertreten war. Außerdem, Patchwork Jeans aus unterschiedlichen Jeans Materialien und weite, ungewöhnliche Jeans Schnitte.

Super witzige Streetwear am Stand von Dedicated. Hier gab es coole Printshirts, Caps, Joggpants und ganz viel Sweater mit Fahrrad Print! Für uns Freiburger*innen natürlich genau das Richtige! It’s raininig man – ohne Regenparka gehen wir scheinbar nicht mehr aus dem Haus, in allen erdenklichen Farben kommen diese alltagstauglichen Begleiter daher: Ob Gelb, Grün, Blau oder Rot, hauptsache mit viel Farbe gegen das schlechte Wetter!

Ziemlich cool fanden wir auch das ukrainische Label My sleeping Gypsy welches mit Kleidern, Röcken und Bluse im Folklore Stil überzeugt! In aufwendiger Handarbeit gefertigt und inspiriert von der ukrainischen Nationaltracht erwecken diese Kleider ja vielleicht deinen ‚inner Hippie‘?

Schick in Tracht bei My Sleeping Gypsy! Foto: My Sleeping Gypsy

Übrigens: Im Bereich der Fair-Fashion, darf man mit dem Begriff ‚Trend‘ immer nur sehr vorsichtig um sich werfen, denn ständig wechselnde Schnitte und Kollektionen sind nun auch alles andere als nachhaltig. Alles was wir gesehen haben, war alltagstauglich und modisch, aber trotzdem  für einige Jahre tragbar.
Jetzt habt ihr hoffentlich einen guten Einblick über das, was in diesem Jahr noch so kommen wird erhalten. Freut euch also darauf, was ab Spätsommer in unserem Freiburger Geschäft in der Moltkestraße sowie in unserem Online-Shop wartet!

Fashion Week 2017: zündstoff goes Berlin!

Unsere Praktikantin Miriam war mit dabei auf der Fashion Week in Berlin – und hat für euch mal aufgeschrieben, was sie, Severine und Sascha drei Tage lang in der Hauptstadt so alles gemacht haben!

Wintermorgensonne in Berlin! Foto: M. Scholz

Letzte Woche hieß es für uns: Koffer packen und ab nach Berlin, denn es ist Fashion Week! Für uns ist es zwar nicht ganz so turbulent wie in den Hochglanz-Magazinen dargestellt, aber durchweg ein sehr aufregendes Erlebnis! Augen auf, denn es gibt jede Menge zu schauen und zu staunen! Unsere Koffer waren gepackt, die Zugtickets im Gepäck und für die Messen waren wir natürlich auch schon registriert. Es konnte also losgehen, auf in die Hauptstadt! Severine, Sascha und ich sind für drei Tage nach Berlin gefahren um uns dort die Herbst/ Winter Kollektion für 2017 anzusehen und um neue Inspiration und Eindrücke zu sammeln.

Es kann losgehen! Foto: M. Scholz

Aber fangen wir mal ganz von vorne an:

Tag 1

Angekommen in Berlin ging es für uns nach einem guten Frühstück direkt zur Ethical Fashion Show und zum Green Showroom am Berliner Ostbahnhof. Diese beiden Messen haben für uns die größte Bedeutung, da hier ausschließlich faire und nachhaltig produzierte Kleidung ausgestellt wird. Bereits 178 Labels waren hier vertreten, es gab also mächtig was zu sehen! Die Messe teilt sich in zwei Bereiche: Der Green Showroom, welcher sich auf faire, nachhaltige, extrem hochwertige und edle Designs spezialisiert hat sowie die Ethical Fashion Show, bei der es tragbare, alltagstaugliche Casual und Street Wear gibt. Viele unserer Labels sind hier vertreten, so konnte man alte Bekannte besuchen und neue Marken entdecken. Es war sehr schön sich mit den Menschen, die hinter dem Label stehen auszutauschen, die neue Kollektion zu begutachten und zu sehen wie sich die Eco-Mode Szene entwickelt!
Am Stand von Bleed gab es ab 17 Uhr ein Craft-Beer Tasting von Malz und Moritz! Ziemlich lecker und ein Bier tat nach dem ersten Messetag so richtig gut! Feierabend? Für uns noch nicht, denn wir sind direkt weiter nach Mitte: Zum Label Nudie Jeans in die Hackeschen Höfe. Dort gab es neben Food&Drinks eine Rede des CEO Palle Stennberg, die neue Nudie-Kollektion, jede Menge nette Gespräche mit Kolleg*innen der Fair-Fashion Branche und einen Traum von Altbauwohnung!

‚Hoodie Ahoi‘ heißt es beim Hamburger Label Recolution! Foto: M. Scholz

Tag 2

Für uns ging es an diesem Tag auf die zwei größten konventionellen Messen: Premium und Seek! Dort geht es nochmal um einiges turbulenter zu als in der kleine, gemütlichen Fair Fashion Branche. Über 1000 Aussteller sind dort mit ihren Kollektionen vertreten! Viel zu groß um einfach mal nur so ‚drüberzuschlendern‘. Also haben wir gezielt unsere Labels wie Armedangels, Les Racines du Ciel und Wunderwerk einen Besuch abgestattet – teilweise die Kollektion schon geordert und die schönsten Teile für Euch ausgesucht! Es folgte ein kurzes Mittagessen in Kreuzberg und weiter ging es für uns zur Seek. Ähnlich groß wie die Premium, sind hier jedoch sehr moderne und zeitgemäße Marken vertreten wie Veja, Brooks, Kings of Indigo, Knowledge Cotton Apparel und Vatter. Unser Highlight auf der Seek war definitiv die Rollschuh-Variante des V10 Sneakers vom Label Veja! Nachdem wir am Ende dieses langen Tages zu viele Alnatura-Bio-Knabber-Eulen am Stand von Knowledge Cotton Apparel gegessen haben war für uns dann Schluss mit dem zweiten Tag in Berlin.

Tag 3

Unser letzer Tag brach schließlich an und es zog uns erneut zur Ethical Fashion Show. Nicht mehr ganz so erschlagen von dem Angebot der ersten Tage, fallen uns heute besonders die innovativen Produkte auf, die es gerade in der Fair-Fashion Branche gibt. Strumpfhosen aus recycelten Fischernetzen, veganes Leder aus Ananasfaser (Piñatex™), Schmuck aus Mangoholz sowie recyceltem Silber, Fliegen aus Holz und der coole Waschbeutel von Langbrett, um Mikroplastik aus dem Waschwasser zu filtern: Chapeau! Besonders nett und freundlich waren auch die Mädels vom Label Jan’n’June, die uns mit so viel Herzblut und Begeisterung ihre Kollektion präsentierten! Bei einem kühlen Bier und fantastisch-gutem Burger haben wir dann unseren Abend ausklingen lassen! Danke für die schönen Tage, Berlin!

Strumpfhosen aus alten Fischernetzen? Genau das! Von Kunert. Foto: M. Scholz

PS: Nächste Woche wird Miriam übrigens noch mehr über die Fashion Week bloggen und euch ein paar der neuesten Trends für Herbst/ Winter 2017 vorstellen. Stay tuned!

Sommergewinnspiel mit NATUREHOME!

Wer ökologische Kleidung trägt, der möchte in der Regel auch nachhaltig waschen. Wichtig dabei: Auf den Wasserverbrauch der Maschine zu achten und natürlich ein ökologisches Waschmittel zu verwenden. So sind wir auf NATUREHOME gestoßen, einen Online-Shop, der veganes Bio-Waschmittel, 100 % biologisch abbaubar, anbietet. Und nebenbei riecht es auch noch super gut nach Rosmarin oder Zitrone! Es lohnt sich also, den Shop einmal genauer anzuschauen.

NATUREHOME ist ein junges Unternehmen aus Potsdam, das ausschließlich eigene Produkte aus handverlesenen, biologischen Materialien herstellt und exklusiv vertreibt. Alle Produkte werden nachhaltig produziert und in kleinen Manufakturen in Deutschland und der EU handgefertigt. Dabei sieht es aber nicht „öko“ aus, sondern die Produkte sind echte Designer-Stücke. Von Kleinmöbeln aus Massivholz wie Tritthockern in verschiedenen Holzarten und Farben, bis zu Tabletts in puristischen Designs. Dazu gibt es ein cooles Schaukelpferd und anderes Kinderspielzeug aus Holz oder GOTS-zertifizierte Bettwäsche. Allein aufgrund der biologischen Hängematte lohnt sich das Stöbern: Darin lässt es sich in der Sonne im Garten perfekt träumen und abschalten.

Sommer-Gewinnspiel-NATUREHOME

Passend zum (mal mehr, mal weniger) schönen Sommer-Wetter verlosen wir in Kooperation mit NATUREHOME eine hochwertige Grillzange aus Nussbaumholz. Dazu gibt es einen Gutschein im Wert von 25 Euro, den Ihr bei www.naturehome.com einlösen könnt.

Alle, die diesen Beitrag kommentieren oder das Foto auf unserer Facebeook-Seite bis zum 25. Juni um 23:59Uhr liken, nehmen an der Verlosung teil!

Viel Spaß damit beim Grillen

Zündstoffkleidung auf weiter Reise

1. Hoodie von Recolution - Picu'l Cuervu, Asturies (Spanien)

Das Bild ist lizenziert unter einer Creative Commons Lizenz von Federico Faccio.

Der Sommer war kurz, kalt und verregnet. Zumindest bei all denen, die ihn in Deutschland verbracht haben. Und auch wenn er es die letzten Tage noch einmal versucht hat und das Freibad sogar gefüllt war – der Herbst steht vor der Tür.

Deshalb möchten wir mit euch noch ein bisschen in Urlaubserinnerungen schwelgen. Bei unserem Fotowettbewerb, bei dem wir nach einem Urlaubsfoto mit Zündstoffkleidung gefragt haben, bekamen wir tolle Fotos und möchten einige davon mit euch teilen. Die Reise geht von Spanien, Frankreich, Berlin, der Ostsee und Köln bis nach Argentinien und zurück nach Freiburg!

Wir haben uns sehr über die kreativen Fotos gefreut und hoffen, dass ihr auch weiterhin tolle Abenteuer mit der Kleidung aus unserem Shop erlebt! 🙂

urlaubscollage

„Goldeimer“ Kompostklos: Die Rettung für alle Festivalliebhaber!

Wohin mit dem ganzen Scheiß?

Wer schon einmal auf einem Festival war, wird diese Aussage vor allem in ihrem wörtlichen Sinne nur zu gut nachfühlen können. Lange Schlangen vor verdreckten und ekelhaften Dixiklos, die mit Hilfe von reiner Chemie versuchen, unsere natürlichen Ausscheidungen zu vertuschen – sie fragen nur zu offensichtlich nach ihrer Sinnhaftigkeit. Dann doch lieber zu den installierten sanitären Anlagen und ein bisschen was dafür bezahlen, denkt sich der ein oder andere. Da hat man die – ähm – Sache wenigstens nicht direkt vor bzw. in der Nase. Weggespült mit Trinkwasser. Aber macht das mehr Sinn? Ganz abgesehen von vielen wasserarmen Regionen weltweit, können wir uns doch selbst auf einem Festival in Deutschland fragen, ob das Wasser nicht besser zum Trinken benutzt werden sollte.

Gibt es eine Möglichkeit den ganzen Dreck und Gestank möglichst sinnvoll zu entsorgen?

Die Antwort kenne ich seit letzter Woche, als ich im Grünhof bei der Unternehmenslust-Veranstaltung das Projekt „Goldeimer“ kennen gelernt habe.

Mobile Kompostklos, die von Festival zu Festival touren und dabei astreinen Humus produzieren, und kein Wasser verschwenden. Auch wenn man es nicht glauben mag, stecken in den menschlichen Fäkalien jede Menge Nährstoffe, die unserem Boden an jeder Ecke fehlen. Richtige Ökoklos also und dazu noch mit viel Liebe gemacht. Natürlich auch hygienisch und geruchstechnisch einwandfrei!

Chemieklos waren gestern!

IMG_1033-495x400

Back to the roots mit unserer Scheiße!

Wir suchen die besten Naturkosmetiktipps des Sommers!

Im Sommer sind viele Kosmetikartikel besonders gefragt. Das warme Wetter fördert das Bedürfnis nach mehr Deo, die vielen Schwimmbadbesuche strapazieren Haut und Haare. Selbst Fahrradausflüge oder Kanutouren bringen die Haut in Sommerstress – zumindest ohne die passende Sonnencreme. Und dann wären da noch alle Schönheitsartikel, die die sommerliche Freizügigkeit und Feierlaune mit sich bringt.

Ein Grund mehr, sich mal wieder Gedanken darüber zu machen, mit was man sich den ganzen lieben langen Tag so vollschmiert. Denn vom Nervengift Aluminiumchlorid in Deos über kleine Plastikpartikel im Duschgel bis hin zu hormonell wirkenden Inhaltsstoffen in Gesichtscremes ist in herkömmlichen Kosmetikartikeln alles dabei. Das ist noch nicht alles: Immer noch werden haufenweise Tiere dazu benutzt, um zu testen, was ein Körper vertragen kann – und was nicht.

Und trotzdem greife ich leider manchmal zu konventionellen Produkten.

Zum einen muss ich beispielsweise bei Sonnencreme wirklich zugeben, dass sich die Ökoalternative, die ich letzten Sommer ausprobiert habe, als eine weise klebrige Maske entpuppt hat. Zum anderen ist es im Alltag beim kleinen Supermarkt um die Ecke manchmal gar nicht so leicht das richtige Produkt zu finden.

Biotrends auch online shoppen

Warum also nicht mal online Naturkosmetik shoppen? Vor kurzem haben wir den Onlineshop najoba entdeckt, auf dem viele bekannte und gute Naturkosmetikmarken wie Weleda oder Lavera erhältlich sind. Praktisch sind vor allem die Filtermöglichkeiten im Shop, um beispielsweise vegane Kosmetikprodukte oder einzelne Siegel herauszufiltern. Ich werde die Seite beim nächsten Bedarf auf jeden Fall mal ausprobieren und hoffe, mich in Zukunft wieder mit einem besseren Gefühl eincremen zu können.

Und damit ihr auch was von unserer Entdeckung habt, verlosen wir 3 Pakete mit tollen Kosmetikartikeln von najoba und einem 30€ Zündstoff-Einkaufsgutschein! Verrate uns dazu über Facebook dein Naturkosmetiktipp des Sommers! (Ich bräuchte zum Beispiel dringend Tipps bezüglich einer guten Sonnencreme!)

zünstoff_gewinnspiel_5

Mode als „Momentgenussmittel“ zum Wegwerfen?

www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2005816/ZDFzoom-Mode-zum-Wegwerfen?setTime=291#/beitrag/video/2005816/ZDFzoom-Mode-zum-Wegwerfen

Lieber eine große Tasse Kaffee oder ein neues T-Shirt? Betrachtet man den Kostenfaktor, gibt es da in bestimmten Läden tatsächlich keinen großen Unterschied. Dabei dürfte ja den meisten klar sein, dass sich die Herstellungskosten doch etwas unterscheiden (sollten).

Auch bei der Verwendung könnte man meinen, die beiden Produkte würden ein bisschen voneinander abweichen. Eine Tasse Kaffee weckt als wohlschmeckendes Genussmittel die Geister für ein paar Stündchen. Ein T-Shirt dagegen könnte man sogar mehrere Jahre nutzen. Aber da viele anscheinend im gleichen Tempo die Freude an ihren „alten“ Sachen verlieren, wie eine Kaffeetasse geleert wird, entwickelt sich Mode zunehmend zu einem Momentgenussmittel und muss so schnell wie möglich gewechselt und erneuert werden. Primark & Co machen dies möglich, denn ein neues T-Shirt statt dem morgendlichen Kaffee scheint ja ein gutes Angebot zu sein.

Wer den Preis dafür in Wirklichkeit zahlt, wird in unserer westlichen Welt leider immer noch oft vergessen.

DZ von Selim Özdogan

Durch Boris von der blackmilk minus box sind wir mit dem Autor Selim Özdogan in Kontakt gekommen.
Schnell ergab sich die Idee, eine von Boris entwickelte, im Roman auftauchende Schriftart auch auf faire T-Shirts zu bringen. Im Rahmen einer Lesung bei uns am 28.09. wird Selim daher nicht nur seinen neuen Roman der Öffentlichkeit vorstellen, sondern auch die Shirts das Licht der Öffentlichkeit erblicken.

Um zu sehen mit was für einem Stoff wir es zu tun bekommen würden, wollte ich natürlich unbedingt vorher das Buch lesen. Auch wenn der Klappentext mich zunächst nicht sehr ansprach, merkte ich schnell, dass mir der Inhalt dafür umso besser gefiel.

Die Geschichte zweier Brüder, von denen sich der eine auf die Suche nach dem anderen macht, ist nur vordergründig eine Familiengeschichte. Viel mehr handelt der Roman von Fiktion und Realität, von Drogengebrauch und dessen Folgen. Es geht um die Legalität von Drogen und deren Verbot.
Schnell entspannt sich eine packende Story, die in zwei unterschiedlichen Welten spielt: Einer stark überwachten ‚Festung Europa‘, in der die meisten Drogen verboten sind und deren Gebrauch hart bestraft wird; und in der fiktiven südostasiatischen ‚DZ‘, wo Drogen überall und immer legal zur Verfügung stehen.
Auf Wunsch der im sterben liegenden Mutter macht sich Wissenschaftler Ziggy auf die Suche nach seinem Bruder Damian. Dieser ist bereits vor Jahren in die ‚DZ‘ ausgewandert, von wo er mit Hilfe des Internets Drogen nach Europa verkauft. Durch Zufall gelangt er als Erster an die bisher unbekannte Droge ‚WMK‘. Bei einem Selbstversuch stellt Damian fest, dass diese dem User – zumindest für kurze Zeit – bisher ungeahnte Einsichten und eine nie dagewesene Möglichkeit eröffnet. Gleichzeitig versucht Ziggy in virtuellen Drogen-Communities eine Spur von Damian zu finden und stößt dabei ebenfalls auf die neuartige  Substanz…

In seinem Roman beschreibt Selim Özdogan nicht nur sehr bildhaft, wie zahlreiche reale und fiktive Drogen wirken, sondern vor allem, warum und wie die Menschen sie zu sich nehmen. Die Drogen und zugehörigen Trips, die er beschreibt, sind dabei anschaulich und durchaus ambivalent beschrieben. Je nachdem wer, wann und wo was in welcher Menge nimmt, ist der Einfluss der Drogen auf das Leben der Protagonist_innen völlig unterschiedlich. Die Drogen werden immer in den Kontext  zu den jeweiligen Konsument_innen gesetzt.
‚DZ‘ ist ein spannender Roman, der ganz undogmatisch Stellung bezieht.  Ein wenig Science-Fiction und ein wenig Gesellschaftskritik mischen sich mit dem Apell Drogen als das zu sehen was sie sind: Weder Teufelswerk noch Heilsbringer – sondern ein ganz normaler Teil der menschlichen Kultur.