Geschenke nachhaltig verpacken: 6 Ideen

Es ist doch immer das gleiche – Geburtstag, Mutter-/Vatertag oder Weihnachten: die Geschenke werden oft achtlos ausgepackt, das Geschenkpapier wild unterm Weihnachtsbaum verstreut um dann anschließend ohne weitere Beachtung weggeworfen zu werden.

… und beim Geschenkpapier hört es bekanntlich ja aber nicht auf. Es kommen, oft unter hohem Energieaufwand und wenig umweltschonend hergestellte, Klebestreifen, Kärtchen und Schleifen dazu, die ebenfalls allesamt im Mülleimer landen. Offizielle Zahlen dazu, wie viel Geschenkpapier jährlich tatsächlich im Müll landet, gibt es leider nicht. Geht man davon aus, dass jeder Einwohner in Deutschland nur 100 Gramm Geschenkpapier benutzen würde, ergäbe das schon rund 8000 Tonnen pro Jahr. Eine ziemliche Menge Müll zu dem Müll, den wir ohnehin schon Tag ein Tag aus produzieren.

Das muss nicht sein finden wir und haben dir sechs Tipps und Ideen zusammengetragen, wie du deine Geschenke dieses Jahr nachhaltiger (& trotzdem wunderschön) verpacken kannst. Vom selbst gemachten Geschenkpapier bis hin zu Geschenkboxen aus alten Klopapierrollen. Da kommt Freude auf – und gutes Karma! Schapp dir deine*n beste*n Freund*in und los geht’s.

Wir wünschen viel Spaß beim Basteln und Beschenken!

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Wolle – ein wirklich wundersames Material!

Foto: pixabay

Wolle – kein Geheimnis, kommt vom Tier. Genauer: Sie ist eine tierische Naturfaser, die vor allem von Schafen, aber auch von anderen Säugetieren (z. B. Ziegen, Kamelartige und Angorakaninchen) gewonnen wird. Bei zündstoff haben wir vornehmlich Artikel aus Schafswolle in unserem Sortiment – und außerdem aus Wolle von Babyalpakas, die besonders weich und anschmiegsam ist. „Wolle – ein wirklich wundersames Material!“ weiterlesen

SILO – Englands erstes Zero Waste Restaurant setzt neue Maßstäbe!

Blick in den Restaurantraum, Foto: Silo
Blick in den Restaurantraum, Foto: Silo

Immer öfter kann mittlerweile vom sog. Zero Waste Lifestyle gelesen werden, dessen Anhänger*innen versuchen, so wenig Müll wie irgend möglich zu produzieren und ihr Leben dabei gleichzeitig massiv zu vereinfachen. Was als Privatperson nach einer gewissen Zeit und mit Hilfe verschiedener Alltagsbegleiter möglich oder zumindest um ein Vielfaches leichter wird, scheint sich allerdings für ein Restaurant nochmal in einer ganz anderen Liga abzuspielen. Was aber nicht bedeutet, dass es nicht machbar wäre – sondern eben herausfordernder. Dass Zero Waste auch für Restaurant-Besitzer*innen keine Utopie bleiben muss, beweist Douglas McMaster, Gründer von Silo, das seit Ende 2014 im englischen Brighton seine Gäste maximal nachhaltig und ressourcenschonend – eben Zero Waste – bekocht und versorgt.

Ein Augen- und Gaumenschmaus à la Silo, Foto: Silo
Ein Augen- und Gaumenschmaus à la Silo, Foto: Silo

Ein Blick hinter die Kulissen zeigt zunächst den edelstahlglänzenden Schnell-Komposter, der auf den Namen Bertha hört und anaerob-flott Essensreste innerhalb von 24h zu tollem Erdreich verwandelt. Herzstück von Silo ist die imposante Getreidemühle, die auch im Logo des Restaurants verewigt ist. (Übrigens lebte McMaster eine Weile in Australien, wo er bereits mit Joos Baaker ein ebensolches Zero Waste Restaurant eröffnet hatte.)
Die Zusammenstellung des Menüs richtet sich bei Silo streng nach saisonalen, aber v.a. regionalen Lebensmitteln, die zudem bevorzugt aus eigener Herstellung stammen oder direkt von Bauernhöfen und Produzent*innen aus der nahen Umgebung bezogen werden. Die Natur bestimmt hier quasi über das Menü. Das Restaurant bietet neben rein vegetarischen Menüs auch Fisch und Fleisch an, verfolgt hierbei allerdings den Ansatz ‚Nose to Tail‘ – das bedeutet, das ein Tier, wenn es denn schon gegessen auch komplett verarbeitet wird. „SILO – Englands erstes Zero Waste Restaurant setzt neue Maßstäbe!“ weiterlesen

Lyocell – warum diese Faser rockt!

Noch immer wissen viele Menschen nicht wirklich, was sich hinter dem Namen ‚Lyocell‘ denn eigentlich verbirgt. Wir klären unsere Kund*innen natürlich gerne auf – sei das in unserem Onlineshop, oder in unserem Freiburger Laden. Erfahren sie dann, was es mit dieser Regeneratsfaser auf sich hat, sind sie in der Regel hellauf begeistert: Nicht nur vom Rohstoff (Holz!), sondern v.a. von den tollen Material- und Trageeigenschaften, die Lyocell auch die Bezeichnung ‚vegane Seide‘ eingebracht hat.
Lyocell und Tencel® sind übrigens das gleiche Material – nur dass Tencel® ein eingetragener Markename ist: Nämlich das von der Firma Lenzing hergestellte Lyocell. Leicht verwirrend, aber im Endeffekt doch gar nicht so kompliziert.

So, nach dieser ersten Begriffsklärung nun also zum Material an sich:
Regeneratsfasern wie Lyocell werden auf der Grundlage von natürlichen und nachwachsenden Rohstoffen (meist Holz) durch ein chemisches Verfahren hergestellt. Je nach Rohstoff und Produktion kann dieses Verfahren sehr stark variieren und ist unter Umständen alles andere als nachhaltig (z.B. Bambus-Viskose). Wir allerdings nehmen nur Regeneratfasern in unser Sortiment auf, deren Herstellungsverfahren bestimmten ökologischen Richtlinien entspricht. Zu diesen gehören Lyocell und ein spezielles Modal, wenn diese jeweils nach dem Verfahren der Firma Lenzing hergestellt werden. Das verwendete Holz bei der Produktion ist FSC-zertifiziert und die Faserherstellung selbst ist aufgrund eines geschlossenen Kreislaufes und einem nicht toxischen Lösungsmittel besonders umweltfreundlich. Textilien aus Lyocell sind saugfähiger als Baumwolle, sanfter als Seide und kühler als Leinen.
Das umweltfreundliche Modal von Lenzing unterscheidet sich von dem konventionellen und weniger ökologischen Modal insofern, als dass es in seinem Herstellungsprozess 95 Prozent der eingesetzten Chemie zurückgewinnt. Außerdem basiert Modal auf heimischem Buchenholz aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Verglichen mit Biobaumwolle verbraucht es aber immer noch weniger Wasser in der Produktion. Alles in allem also eine schon echt coole Sache!

Mittlerweile verwenden viele Hersteller, die wir in unserem Sortiment haben Lyocell in ihren Kollektionen. Sei das nun Wunderwerk, Armedangels, Bleed und und und. Bei den Damen haben wir bspw. folgende Artikel aus bzw. mit Lyocell im Sortiment – werft doch mal einen Blick rein!

Alternativen zu herkömmlichen Shampoos in Plastik? Die gibt es definitiv!

Auf der Suche nach plastikfreien Alternativen zu Haarshampoo, habe ich so einige Erfahrungen gesammelt. Schon seit vielen Jahren habe ich ausschließlich Bioshampoos benutzt. Allerdings sind diese immer in Plastikflaschen verpackt. Vor zwei Jahren dann die Erkenntnis – nach diversen Stunden der Recherche und des Lesens von schier unzähligen Blogposts aus dem Bereich Zero Waste oder Plastikfrei: Das kann auch anders. Ohne Plastik. Einfach und trotzdem gut.
Die Sache mit dem Natron war allerdings einfach nichts für mich. Sich mit Lava- oder Heilerde die Haare zu waschen möchte mensch aber auch nicht dauernd machen. Das kann ja als immer-mal Variante für manche Leute funktionieren, mit persönlich war das zuviel Erde, zu wenig Schaum (LOL) und zu wenig Sauber-Gefühl. Aber: Wer das mag, soll es gerne weiter machen. Warmgeworden bin ich damit allerdings auch nach mehreren Versuchen nicht. Deswegen habe ich gleich von Roggenmehl die Finger gelassen. Darauf schwören einige Menschen ja auch sehr. Aber ich möchte nicht wöchentlich meinen Abfluss entstopfen… ; )

smarticular.net
Foto: www.smarticular.net

Mein persönlicher Favorit bei der plastikfreien Haarwäsche wurde deswegen dann recht bald eine ökologische Haarseife. Die gibt es mit Thermalwasser, Aloe Vera, Brennessel, Citrus oder Henna. Zu einem fairen Preis in verschiedenen Bio- und Naturkosmetikläden und natürlich online. Sie hält bei meinen kurzen Haaren mehrere Monate. Bei jeder zweiten oder dritten Haarwäsche verwende ich übrigens nach dem Spülen noch biologischen Apfelessig als Conditioner. Hierzu wird einfach ein Schuss Apfelessig in einem 300ml-Glas mit Wasser aufgefüllt und diese Mischung über die Haare verteilt. Einmassieren, ausspülen, fertig. Und nein: Ich rieche nicht nach Salatdressing. Sondern kann es wirklich und ehrlich empfehlen.
Das Alles funktioniert ganz prima. Und ich bin seit knapp zwei Jahren auf Reisen auch nur noch leicht bepackt deswegen. Das Stück Seife gebe ich einfach in eine Metalldose. Das wars auch schon. Für die Tage zwischen den Haarwäschen finde ich ökologisches Trockenshampoo eine gute Lösung. Bei kurzen Haaren kann dies praktischerweise auch als Stylinghilfe benutzt werden. Und auch hier gibt es im Netz unzählige DIY-Rezepte: Maisstärke geht im Übrigen ebenfalls.
Mit welcher der erwähnten plastikfreien Haarwasch-Methoden seid ihr am besten gefahren? Teil gerne eure Erfahrungen in der Kommentarfunktion!