Weihnachten mit zündstoff: Unser öko-fairer Geschenke-Guide!

So, nun steht es also schon wieder vor der Tür: Weihnachten. Meine Güte, wie die Zeit vergeht! Für die ein oder den anderen beginnt nun evtl. auch das Suchen nach Geschenken. Manche basteln und machen selbst, schenken Origamiwindspiele, Eingekochtes aus dem Schrebergarten oder Gutscheine. Wem noch nicht so recht das Richtige eingefallen ist: Evtl. können wir ja weiterhelfen?

Heute haben wir euch einen kleinen Geschenke-Guide zusammengestellt. Alles öko-fair und bei uns zu haben. Und, ach ja: Wir haben die Geschenke nach Preis sortiert. Dann fällt die Auswahl unter Umständen auch leichter. Aber seht selbst – viel Spaß beim Stöbern!

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  1. Ohringe von People Tree
  2. Flüssigseife von Dr. Bronner’s
  3. Unterbuxe von Colorio Organics
  4. Bodylotion von Dr. Bronner’s
  5. Kaffee von Aroma Zapatista
  6. Buch zum Film von Orange Press
  7. Ringelsocken von Nudie

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  1. Miniportemonnaie von Plattgold
  2. Boxershorts von Nudie
  3. Beanie von Recolution
  4. Jersey-Loopschal von Recolution
  5. Keychain von Nudie
  6. Duftkerze von Broad Street Brand
  7. Printshirt von Armedangels

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  1. Up-Shirt von Reet Aus
  2. Silberkette von People Tree
  3. Korkgürtel von Bleed
  4. Loopschal von Armedangels
  5. Printshirt von Noble Project
  6. Boxershort-Doppelpack von Knowledge Cotton Apparel
  7. Longsleeve von Recolution

5 Fragen an…

… Yannick und Oliver vom youtube-channel rethinknation!

Yannick und Oliver, vom youtube-channel rethinknation. Foto: rethinknation
Yannick und Oliver, von rethinknation in fescher eco fair fashion! Foto: rethinknation

1. Wie seid ihr auf das Thema fair & eco fashion gekommen? Wie sah euer erster Kontakt damit aus?
Das war vor rund einem Jahr. Obwohl man von dem Thema immer mal wieder gehört hatte, war es bei mir (Yannick) der eine, berühmte „Klick-Moment“. Nach einem erfolgreichen Shopping-Tag in den bekannten Modehäusern, konfrontierte mich meine damalige Freundin nebensächlich nochmal mit dem Thema und von diesem Moment an ließ es mich schlichtweg nicht mehr los. Ein paar Dokus und Web-Beiträge später, wurden alle Klamotten zurückgegeben und ein paar Monate später fand der erste faire Sweater seinen Weg in meinen Kleiderschrank. Wer die komplette Story hören möchte, kann sich gerne unser Video #21 „Wie wir zur Fair Fashion kamen“ ansehen.

2. Wodurch entstand die Idee, einen youtube-channel zu starten, auf dem ihr euch ausschließlich mit dieser Thematik befasst?

Das Thema in unserem Familien- und Bekanntenkreis nach Außen zu tragen, wäre natürlich auch ein Anfang gewesen. Es geht einfach darum, mit so vielen Menschen wie möglich über dieses Thema zu sprechen. youtube bietet eine gute Gelegenheit außerhalb des Bekanntenkreises noch viel mehr Menschen zu erreichen und sie für das Thema zu sensibilisieren. Vor allem Jugendliche kann man über youtube gut erreichen und gerade diese junge Generation ist eine wichtige Zielgruppe. Mit cooler Musik und stylischem Schnitt der Videos haben wir es uns zum Ziel gesetzt, vor allem junge Leute für uns zu gewinnen und zu zeigen, dass Öko-Mode auch cool aussehen kann!

3. Auf eurem Kanal finden sich unterschiedliche Arten von Videos. Könntet ihr diese kurz umschreiben und sagen, welche davon eure User*innen am meisten beschäftigen (durch Klickraten, bzw. Anzahl der Kommentare)?

Das hat unserer Erfahrung nach gar nicht so viel mit der Art des Videos zu tun. Klar, behandelt man ein Thema, welches sowieso gerade die Runde auf youtube macht, sind die Chancen auf eine größere Reichweite besser. Jedoch haben wir das Gefühl, das unsere Community mehr den Aufwand, die Ehrlichkeit und die Kreativität schätzt. Solange wir das beibehalten, kamen die Videos eigentlich immer gut an. Da war es egal, ob Klamotten oder Marken vorgestellt, Shops besucht oder auch ein kritisches Statement verfasst wurden. Wir sind mega dankbar, diese Community zu haben!

4. Welche Tatsachen haben euch am Meisten überrascht, als ihr angefangen habt, euch mit dem Thema öko-faire Mode auseinander zu setzen?

Überrascht ist vielleicht das falsche Wort, aber es war doch erstaunlich, wie viele Leute auf uns zukamen und uns auf die Thematik angesprochen haben. Ein paar waren gerade dabei, ihre Ernährung auf eine vegetarische umzustellen. Sie haben also bewusst über das Thema Ernährung nachgedacht. Durch unsere Videos kamen sie mit dem großen Thema der Bekleidungsindustrie in Kontakt und hatten bestimmte Fragen an uns, so dass wir uns austauschen konnten. In ihren Köpfen ist das Thema nun anscheinend auch präsenter und sie fangen an, sich bewusster damit zu befassen – wie beim Thema Ernährung.

5. Wo steht die öko-faire Textilbranche eurer Einschätzung nach in 10 Jahren und: Wie können wir einen umfassenden Bewusstseinswandel beim Konsumverhalten begleiten – als nachhaltige Firmen oder eben Blogger*innen?

In 10 Jahren steht sie natürlich fantastisch da! Das ist doch klar! Wir denken, dass schon Vieles sehr richtig gemacht wird in dieser Branche. Kein Mensch möchte, dass etwas unmoralisch hergestellt wird. Da glauben wir zu sehr an das Gute im Menschen. Aber gleichzeitig möchte man sich mit den schönen Dingen des Lebens beschäftigen, das ist auch klar. Sprich: Firmen und Blogger*innen sollten sich weiterhin Bewusstsein schaffen. Jedoch weniger mit dem Zeigefinger, als vielmehr mit guter Laune, coolen Produkten und dem Nebeneffekt: „Wow, fair und ökologisch ist das sogar auch noch!“

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Foto: rethinknation

Für mehr Videos von den beiden Jungs, besucht einfach ihren youtube-channel rethinknation! Wir sind in jedem Fall große Fans davon!

#sneakerlove bei zündstoff!

Team zündstoff läuft in Veja auf!
Team zündstoff läuft in Veja auf!

Hier bei zündstoff lieben wir ja Sneaker. Praktischerweise gibt es immer welche in unserem Sortiment, so dass wir stets fair und nachhaltig besohlt durch die Gegend laufen können. Wir stehen alle ziemlich auf (und in) Veja-Schuhen – siehe das obige Bild.

Die französische Marke schafft es seit nunmehr 10 Jahren schickes Design mit Nachhaligkeit und Fairness zu verbinden. Toll bei den Produkten von Veja: Sie sind absolut street-tauglich, stylisch und gleichzeitig konsequent öko und fair. Besonders an dem Label ist außerdem der Verzicht auf aktive Werbung. Die so eingesparten Ausgaben werden stattdessen in die Produktionskette investiert und ermöglichen so einen Endpreis, der an herkömmliche Preise heranreicht – und das, obwohl die Produktionskosten bei Veja drei bis vier Mal so hoch sind, als bei anderen Schuhmarken. Bei den verwendeten Rohstoffen achtet Veja auf lokale Lieferketten: Die Biobaumwolle und Naturkautschuk stammen von zwei Kooperativen und das Mesh-Gewebe besteht aus recycelten PET-Flaschen. Das Leder ist aktuell leider nicht mehr chromfrei gegerbt, allerdings chromarm und stammt aus Brasilien. Die komplette Produktionskette ist in Brasilien angesiedelt. Hohe Arbeitsstandards sowie ein CO2-armer Transport werden bei Veja großgeschrieben. Schließlich schätzen wir hier bei zündstoff das große Maß an Transparenz, denn aus seiner Lieferkette macht das Unternehmen kein Geheimnis. Hier gehts zu unseren Veja-Produkten!

Veja Sneaker to go, bitte!
Einmal Veja Sneaker to go, bitte! Foto:Veja

Allerdings sind das nicht unsere einzigen Sneaker: Wir haben noch andere Labels auf Lager! Die Skateschuhe von Langbrett haben es uns auch ziemlich angetan! Bei zündstoff haben wir diese Modelle von Langbrett ins Sortiment aufgenommen. Absolut street-tauglich, ob nun auf Long- oder Skateboard benutzt oder einfach nur zum sich-drin-wohlfühlen – egal. Bequem, nachhaltig und fair: Das lieben wir. Die Gründer*innen hinter dem Label sehen sich eigentlich nicht als Händler*innen im klassischen Sinne. Sie alle eint die Sehnsucht nach Freizeit in der Natur, wo für sie erleben heißt, nicht zu konsumieren und Auszeit wichtiger ist, als Anschaffung. Kennengelernt hat sich das Langbrett-Team übrigens beim Wellenreiten in Frankreichs Norden. Daraus entstand mit der Zeit der Wunsch zusammen zu arbeiten und schließlich wurde der erste Laden eröffnet. Ziel dabei war stets, Produkte zu entwickeln, die weder für Mensch noch Umwelt schädlich sind. So waren die ersten Teile der labeleigenen Kollektion klassische Sweater aus Biobaumwolle, fair produzierte Hoodies, chemiefreie T-Shirts sowie handgefertigte Longboards aus einheimischen Hölzern. Alles in allem also ein nachhaltiges, soziales Business mit Anspruch an langlebiges und zeitloses Design. Hier geht es übrigens zu den stylischen und skatetauglichen Schuhen von Langbrett!

This is how shoes are made! Foto: Langbrett
This is how shoes are made! Foto: Langbrett

Und es gibt noch mehr bei uns: Schon mal vom Label EKN gehört? Das Angebot von EKN Schuhen reicht von Sneakern bis zu schicken Lederschuhen. Das Label lässt seine Modelle stets in kleiner Stückzahl und überwiegend in einem portugiesischen Familienbetrieb herstellen, der in Porto sitzt. Da EKN ausschließlich in diesen beiden Ländern fertigen lässt und wir seit Jahren in engem Kontakt mit Noel von EKN stehen, verlangen wir in diesem Fall keine Zertifizierungen – diese sind meist für kleinere Labels nicht rentabel. Sind wir bei Materialien o.ä. unsicher, fragen wie sofort nach und erhalten immer genaue Infos zu deren Herkunft. Neben Schuhen aus Leder lässt EKN auch veganes Schuhwerk herstellen. Zwar handelt es sich hierbei um Kunststoff aus fossilen Rohstoffen, allerdings stammt das verwendete Material aus Recyclingfasern. Die Sohlen bestehen dafür immer aus Naturkautschuk, Schnürsenkel aus GOTS-zertifizierter Biobaumwolle und die Schuhkartons aus recyceltem Papier. Ein weiteres Plus: Die Transportwege folgem dem Anspruch CO2-neutraler Logistik. Das finden wir alles ziemlich cool – und zeigen euch hier die feinen Sneaker von EKN!

Der urbane Slipper 'Kudzu'! Foto: EKN
Der urbane Slipper ‚Kudzu‘! Foto: EKN

Nein zu PFCs: Faire und ökologische Outdoor Kleidung bei zündstoff!

Liebt mensch die schöne Natur und das Draußensein, kann es ganz praktisch sein, hierfür die passende Kleidung zu haben. Nun sind wir bei zündstoff in keinem Fall ein Outdoor-Laden oder so, aber versuchen euch stets auch stylische – aber eben auch funktionale – Mode aus fairer und nachhaltiger Produktion anzubieten. Denn in herkömmlicher Outdoor-Kleidung finden sich zum Teil schwindelerregende Stoffe: Die Problematik um die sog. PFCs (polyfluorierten Chemikalien) dürfte vielen von euch ein Begriff sein. Dabei handelt es sich um Stoffe, die in der Outdoor-Industrie verwendet werden, um Kleidung wasserdicht und schmutzabweisend zu machen. GoreTex® ist wohl die bekannteste unter diesen Membranen. Auf der Homepage von Greenpeace, findet sich hierzu Folgendes: „PFCs sind jedoch belastend für Umwelt und Gesundheit. Bei der Herstellung der Fluorcarbonharzen können per- und polyfluorierte Chemikalien freigesetzt werden und dann als Verunreinigung im Endprodukt auftreten. Zu den bekanntesten Vertretern dieser Gruppe von Chemikalien gehören Perfluoroctansulfonsäure (PFOS) und Perfluoroctansäure (PFOA). Sie gelten unter anderem als krebserregend, können Fortpflanzungsfähigkeit sowie Embryos im Mutterleib schädigen und das Hormonsystem verändern.“ Außerdem sind diese Art Chemikalien in der Natur sehr persistent, d.h. sie können über weite Strecken transportiert werden und konnten deswegen bereits in Pinguineiern in der Antarktis nachgewiesen werden.

Draußen sein - und das gerne schadstofffrei!, Foto: picjumbo via pixabay
Draußen sein – und das gerne ohne Schadstoffe! Foto: picjumbo via pixabay

Das sind ziemlich erschreckende News. Bei zündstoff braucht ihr euch aber nicht zu sorgen: Wir vertreiben keine derartigen Kleidungsstücke. Trotzdem darf es bei uns auch mal funktional zugehen und deswegen findet ihr ganz aktuell bei uns tolle Jacken vom Label Knowledge Cotton Apparel aus Dänemark. Die lieben Skandinavier*innen verstehen es ohnehin, Style und Funktion gekonnt zu verbinden und haben für diese Saison schicke Mode geschaffen, die euch allerdings auch durch Wald und Wiesen bringt.
Da wäre zum ersten das Soft Shell Jacket zu nennen, das wir euch in zwei tollen Farben – Forrest Green und Total Eclipse – anbieten. Diese Jacke kannst du problemlos bei eskapistischen Hüttenwochenenden, zum Spazieren oder auf dem Berg tragen. Verschweißte Nähte und eine Wassersäule von 300 mm machen dieses Teil regensicher und halten dich trocken. Auch in Sachen Nachhaltigkeit ist das Label voll der Streber: Knowledge Cotton Apparel verwendet hier ausschließlich Polyester, das aus recyceltem PET hergestellt wurde.

Das 'Soft Shell Jacket waterproof' von KCA!
Das ‚Soft Shell Jacket waterproof‘ von KCA!

Weiter gehts mit einer ‚veganen Daunenjacke‘ – also, ohne Federn! Das Polyester Down Padded Jacket besteht aus einer Polyester-Hohlfaser, die auch aus recyceltem PET produziert wurde. Das Tolle daran: Es hält genauso warm, wie Daunen dies tun, kommt aber ohne Tierleid aus. Ein weiterer großer Vorteil: Wird diese Jacke nass, trocknet sie realtiv schnell wieder. Toll zu komprimieren ist sie außerdem und passt ganz praktisch in einen mitgelieferten Beutel. So kannst die sie einfach auf dem Berg auspacken, um dem Gipfelwind zu trotzen oder sie des winters unter deiner Regenjacke tragen. Wir bei zündstoff lieben dieses Teil in jedem Fall schon jetzt heiß und innig! Auch diese Jacke haben wir für dich in zwei verschiedenen Farben auf Lager: In Phantom und Forrest Green! Du hast also die Qual der Wahl : )

'Polyester Down Padded Jacket' in Schwarzgrau!
Das ‚Polyester Down Padded Jacket‘ in Schwarzgrau!

Und zu guter Letzt: Dieser Regenmantel kann sich wirklich sehen lassen! Die von Knowledge wissen schon echt, was sie tun. Wie hier z.B. einen echt schicken Regenmantel zu designen, der zudem noch gut aussieht! Das kann ja von Friesennerzen ansonsten nicht unbedingt behauptet werden. Wenn der Himmel also mal wieder seine Schleusen öffnet, kannst du ganz einfach das Long Rain Jacket überwerfen, dir ‚Egal!‘ denken und getrost aus dem Haus gehen. Die Kapuze hält dein Haupt trocken und perfekt kombinierbar ist das Teil sowieso. Erfreulicherweise besteht diese Jacke auch aus recyceltem PET und hat dadurch eine nicht zu vernachlässigende Öko-Bilanz.

Wenn der Regen kommt: Das 'Long Rain Jacket'!
Wenn der Regen kommt: Das ‚Long Rain Jacket‘!

Ja, und jetzt musst du dir überlegen, welche dieser Jacken du am besten findest. Wir lieben sie alle drei und freuen uns schon, viele Menschen mit ihnen zu beglücken!

Gerechter Welthandel? Bestimmt nicht mit TTIP und CETA – auf zur Demo am 17.09.16!

Habt ihr euch schon den 17.09.16 in eurem Kalender markiert? An diesem Tag werden in sieben deutschen Städten Menschen auf die Straße gehen, um gegen die geplanten Freihandelsabkommen TTIP und CETA zu demonstrieren! Mensch könnte sagen, dass seit einer Weile wieder eine Art Revival der Antiglobalisierungsbewegung stattfindet – und das aus gutem Grund: Die geplanten Freihandelsabkommen TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership) und CETA (Canadian European Trade Agreement), welche die Europäische Union gerade verhandelt, bringen Bewegung in die oft nicht mehr ganz so bewegte Anhänger*innenschaft von Attac und Co.

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Wo die EU-Komission bis vor gar nicht zu langer Zeit dachte, sie könne die beiden Abkommen tatsächlich unter vollkommenem Ausschluss der Öffentlichkeit verhandeln und durchwinken, hat sich eine kritische Gegenbewegung gebildet, für die die Art und Weise, wie EU-Eliten hier globale Wirtschaftspolitik betreiben wollen, so ganz und gar nicht ok ist: Neoliberal bis obenhin, quasi ausschließlich großen multinationalen Konzernen gehorchend und die über lange Jahre entstandenden europäischen Verbraucher*innenschutz-Standards abschaffend… zu Recht finden Millionen Europäer*innen genug Gründe, gegen CETA und TTIP eine klare Meinung zu vertreten. Glücklicherweise ist das Thema mittlerweile dank unterschiedlicher Mobilisierungsplattformen wie Campact, aber auch führender Medien, Tages- und Wochenzeitung im Bewusstsein vieler Menschen angekommen. Besonders problematisch bei CETA und TTIP: Der geplante Investitionsschutz für Unternehmen, der ihnen die Möglichkeit einräumt, Staaten auf entgangene Gewinne zu verklagen, wenn sie durch Gesetze Investitionen in Gefahr sehen. Wer sich ein wenig mehr zu diesem Thema informieren möchte, kann z.B. hier eine Kurzanalyse zum Investitionsschutz-Kapitel im geplanten CETA-Abkommen lesen, die von Power Shift, Campact und TTIP unfairhandelbar herausgegeben wurde.

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Und wer von euch schließlich ihren/ seinen Unmut über einen undemokratischen Umgang mit EU-Bürger*innen, Privilegien sowie eine Paralleljustiz für Großkonzerne und die Gefährdung unserer hohen Verbraucher*innen-Schutzstandards Luft machen will: Am 17.09.16 wird es in sieben deutschen Großstädten einen bundesweiten Aktionstag mit Demos gegen TTIP und CETA geben. Schaut doch einfach mal hier für mehr Infos, Mitfahrbörse etc. Viel Spaß beim Demonstrieren!

Farbenfrohe Unterwäsche von Colorio Organics!

Oh, Mädels – ihr könnt euch freuen! Wir haben wieder neue Styles vom Label Colorio Organics auf Lager! Das kleine, aber feine Label aus der Slowakei, das in seiner Manufaktur farbenfrohe Unterwäsche mit bunten Prints fertigt, hat nun auch bequeme Soft-Bras herausgebracht. Wir haben natürlich auch welche bestellt und sind schon ganz gespannt darauf, wie sie euch denn gefallen! Wir zumindest lieben sie schon heiß und innig!
Die BHs kommen ohne Bügel aus und sind somit wirklich gemütlich. Es drückt und ziept nichts und die witzigen Prints sorgen für nette Farbakzente.

Softbra Summerflower Foto: Colorio Organics
Softbra Summerflower Foto: Colorio Organics

Die Unterbuxen sind sind ebenso gemütlich und bequem: Genug Stoff an den wichtigen Stellen und keine zu enge Beinöffnung. Perfekt!

Boxers Panty Turquoaise Lollipop Foto: Colorio Organics
Boxers Panty Turquoaise Lollipop Foto: Colorio Organics

Am besten ihr schaut mal in unserem Freiburger Ladengeschäft vorbei und überzeugt euch selbst. Oder bestellt bei uns im Onlineshop. So oder so: Die Unterwäsche von Colorio Organics ist einfach wunderbar bequem, aus GOTS-zertifiziertem Biobaumwolljersey und wird in der Slowakei für euch genäht. Coole Unterwäsche geht eben auch öko-fair!

Bei uns im Sortiment: LangerChen!

Immer mal stellen wir euch ein Label vor, das wir bereits länger im Sortiment haben. Einfach, um euch ein wenig Hintergrundinformation zu liefern. Heute soll es um LangerChen gehen – ein Deutsch-Chinesisches Design-Duo, das sich seit dem Jahr 2013 dem Design und der Herstellung nachhaltiger Jacken verschrieben hat.

Philipp Langer und Miranda Chen, Foto: www.langerchen.com
Philipp Langer und Miranda Chen, Foto: www.langerchen.com

Die beiden Designer*innen, Philipp Langer und Miranda Chen, haben allerdings bereits vier Jahre vorher die GOTS-zertifizierte Produktionsstätte Jiecco in Jiashan bei Shangai gegründet, in der mittlerweile knapp 100 Menschen beschäftigt sind. Die Fabrik ist zudem BSCI-zertifiziert. Im Bereich der Rohstoffgewinnung arbeitet LangerChen mit Landwirt*innen aus Tadschikistan zusammen, die durch den Anbau von hochwertiger Biobaumwolle ein geregeltes und faires Einkommen haben und so für ihren Lebensunterhalt sorgen können. Die kleinbäuerliche Struktur sorgt für einen ressourcenschonenden Anbau und trägt so einen wesentlichen Teil zur Erhaltung des dortigen Ökosystems bei.

Tadschikische Bäuerin mit feinster Biobaumwolle, Foto: www.langerchen.com
Tadschikische Bäuerin mit feinster Biobaumwolle, Foto: www.langerchen.com

In der chinesischen Produktionsstätte wird diese Biobaumwolle dann zu Stoffen weiterverarbeitet, aus denen schließlich die schicken Jacken des Labels entstehen.

Näherin bei der Arbeit, Foto: www.langerchen.com
Näherin bei der Arbeit, Foto: www.langerchen.com

Die Kleidung von LangerChen zeichnet sich dabei stets durch die Verbindung hoher Funktionalität mit Nachhaltigkeit aus und lässt dabei in Sachen Style keine Wünsche offen. Natürliche Materialien werden mit technischen Komponenten verbunden und so entstehen echte Alternativen zu gewöhnlicher Outdoormode, die dabei noch vollkommen alltagstauglich sind. Die Membranbeschichtung ist PFC-frei und dadurch umweltschonend – ohne die nötige Performance missen zu lassen. Für Herbst- und Winterjacken verwendet das Label auch gerne mal kbT-zertifizierte Wolle aus Tirol. Aber auch edle Damen-Blousons aus fließendem Lyocell finden sich bspw. in dieser Sommerkollektion.
Im zündstoff-Sortiment gibt es aktuell verschiedene Modelle für Damen und Herren im Sale – werft doch einfach mal einen Blick rein!

Guppyfriend: der Filterbeutel gegen Mikroplastik für die Waschmaschine!

Wieder mal geschieht etwas Spannendes im Bereich Kampf gegen Mikroplastik: Das Start-Up Guppyfriend – gegründet von der Langbrett-Interessengemeinschaft (hier geht es zu einem Post über Langbrett, der erst kürzlich auf unserem zündstoff-Blog zu lesen war), hat sich zum Ziel gesetzt, den Austrag von Kunststoffpartikeln in Flüsse sowie Meere zu reduzieren. Guppyfriend hat deswegen ein praktisches Rückhaltesystem entwickelt, das sowohl für die private, als auch gewerbliche Anwendung geeignet ist. Eine Art Waschsack, in den kunstfaserhaltige Kleidung vor dem Waschen gepackt wird. Nach der Wäsche können herausgelöste Fasern einfach vom Inneren des Beutels entfernt und angemessen entsorgt werden – und landen dementsprechend nicht über das Abwasser und Flüsse im Meer. Denn momentan können Kläranlagen Mikroplastik nicht aus ihren Abwässern herausfiltern.

Foto: Langbrett
Foto: Langbrett

Insofern ist die Idee, einen Beutel zu entwickeln, der das als großer Filter einfach erledigt und zudem noch mobil ist und überallhin mitgenommen werden kann, schon eine sehr coole Idee. Belohnt wurde der Einfall auch entsprechend mit dem Industry Award 2016 auf der Outdoor Messe in Gold. Finden wir spitze, denn die Problematik um Mikroplastik im Meer hat in den vergangenen zwei Jahren mit Sicherheit gute Medienaufmerksamkeit bekommen. Die richtet allerdings erst mal nichts aus – auf die Infokampagne müssen denn auch Taten folgen. Wir drücken dem Team um Guppyfriend die Daumen, dass die für August geplante Crowdfunding-Kampagne gut läuft und das nötige Kleingeld in die Kasse spült! Und dann viele Menschen ihre Wäsche innovativ filtern können!

SILO – Englands erstes Zero Waste Restaurant setzt neue Maßstäbe!

Blick in den Restaurantraum, Foto: Silo
Blick in den Restaurantraum, Foto: Silo

Immer öfter kann mittlerweile vom sog. Zero Waste Lifestyle gelesen werden, dessen Anhänger*innen versuchen, so wenig Müll wie irgend möglich zu produzieren und ihr Leben dabei gleichzeitig massiv zu vereinfachen. Was als Privatperson nach einer gewissen Zeit und mit Hilfe verschiedener Alltagsbegleiter möglich oder zumindest um ein Vielfaches leichter wird, scheint sich allerdings für ein Restaurant nochmal in einer ganz anderen Liga abzuspielen. Was aber nicht bedeutet, dass es nicht machbar wäre – sondern eben herausfordernder. Dass Zero Waste auch für Restaurant-Besitzer*innen keine Utopie bleiben muss, beweist Douglas McMaster, Gründer von Silo, das seit Ende 2014 im englischen Brighton seine Gäste maximal nachhaltig und ressourcenschonend – eben Zero Waste – bekocht und versorgt.

Ein Augen- und Gaumenschmaus à la Silo, Foto: Silo
Ein Augen- und Gaumenschmaus à la Silo, Foto: Silo

Ein Blick hinter die Kulissen zeigt zunächst den edelstahlglänzenden Schnell-Komposter, der auf den Namen Bertha hört und anaerob-flott Essensreste innerhalb von 24h zu tollem Erdreich verwandelt. Herzstück von Silo ist die imposante Getreidemühle, die auch im Logo des Restaurants verewigt ist. (Übrigens lebte McMaster eine Weile in Australien, wo er bereits mit Joos Baaker ein ebensolches Zero Waste Restaurant eröffnet hatte.)
Die Zusammenstellung des Menüs richtet sich bei Silo streng nach saisonalen, aber v.a. regionalen Lebensmitteln, die zudem bevorzugt aus eigener Herstellung stammen oder direkt von Bauernhöfen und Produzent*innen aus der nahen Umgebung bezogen werden. Die Natur bestimmt hier quasi über das Menü. Das Restaurant bietet neben rein vegetarischen Menüs auch Fisch und Fleisch an, verfolgt hierbei allerdings den Ansatz ‚Nose to Tail‘ – das bedeutet, das ein Tier, wenn es denn schon gegessen auch komplett verarbeitet wird.

Beispiel für verschiedene Menüs bei Silo, Foto: Silo
Dreierlei Menüs bei Silo: Vegetarisch, Fisch oder Fleisch, Foto: Silo

Douglas McMaster beschreibt den Ansatz, der im Silo verfolgt wird als „preindustrial food system that generates zero waste.“ Das Restaurant, das außerdem noch Bäckerei, Rösterei und Brauerei ist, verzichtet komplett auf Plastikverpackungen. Vieles wird direkt vor Ort hergestellt: Gebacken, fermentiert, eingekocht und haltbar gemacht. Auch die Einrichtung folgt den strengen Ansprüchen an minimalen Impact konsequent. So sind die Möbel aus Holzresten gefertigt worden – cool auch, der letztjährige Spendenaufruf für Jeans und Nylon: Daraus wurden Sitzkissen genäht – belohnt wurden die Spender*innen mit gratis Kaffee. Getrunken wird im Silo übrigens aus upgecycelten Marmeladengläsers und das Frühstück wird auf Tellern serviert, die eine Designerin aus alten Plastiktüten eingeschmolzen hat. Auch wenn es um den Energieverbrauch im Restaurant geht, setzt das Team auf energiesparende Alternativen und nutzt LED-Lampen.

Alte Marmeladengläser dürfen hier weiter leben, Foto: Silo
Alte Marmeladengläser dürfen hier weiter leben und bekommen Kaffee eingeschenkt, Foto: Silo

Alles in allem also ein unheimlich faszinierendes und an Nachhaltigkeit kaum zu überbietendes Restaurant, das ja evtl. über die Zeit den einen oder anderen Maßstab neu setzen kann. Wer es also mal nach Brighton schafft, sollte Silo wohl einen Besuch abstatten. Ich bin in jedem Fall sehr neugierig, was ihr dann davon zu berichten habt!

Veganes Leder – aus Ananas!

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Foto: Unsplash via pixabay

Ich liebe ja Ananas: Gerne in einem Shake, einem feinen Obstsalat oder einfach so. Jetzt lese ich heute morgen von einer veganen Lederalternative und zwar aus – richtig, Ananas! Um genauer zu sein: Aus den Blättern der Ananas. Diese palmwedel-ähnlichen Blätter fallen eigentlich lediglich als Beiprodukt bei der Ernte der Früchte an und werden in der Regel weggeworfen. Das macht den Rohstoff auch so verlockend, denn produziert wird er ohnehin – und er kann direkt weiter verarbeitet werden.
Wie entsteht nun aber aus diesen Blättern ein lederähnliches Produkt? In einer Art Presse werden aus ihnen zunächst die Pflanzenfasern gewonnen, die dann zu besagtem veganen Leder weiterverarbeitet werden können. Die dabei als Rest anfallende Biomasse kann übrigens zu Biodünger oder Biogas werden. Klingt schon mal ziemlich gut, oder?

Diese Lederalternative kann tatsächlich auch in sämtlichen Bereichen das ansonsten verwendetet Leder ersetzen – sei das bei Schuhen und Taschen, aber auch bei Möbeln oder Autositzen kann Ananasleder sehr gut eingesetzt werden. Eine schöne Vorstellung: Schuhe zu tragen, die davor quasi mal Teil einer leckeren Obstsorte waren. Ananas Anam, ein Ende 2014 gegründetes Unternehmen hat sich dieser Idee verschrieben und kann nun die sprichwörtlichen Früchte seiner fünfjährigen Entwicklungsarbeit ernten. Denn so lange hat sich die Designerin Dr. Carmen Hijosa, CEO von Ananas Anam und mit langen Jahren Erfahrung im Bereich Lederdesign und -verarbeitung im Gepäck, mit der Entwicklung von Pinatex™ am Royal College of Art befasst.

Neben diesem sehr innovativen und nachhaltigen Material, sieht sich das Unternehmen allerdings auch noch anderen Werten verpflichtet. Zwar arbeitet Ananas Anam als for-profit Unternehmen, nimmt aber seine unternehmerische Verantwortung im Bereich Soziales sowie Umwelt sehr ernst. Durch die Unterstützung philippinischer Communities, die Ananasanbau betreiben, wird für die lokale Bevölkerung eine neue Einkommensmöglichkeit geschaffen und deren Vernetzung als Anbaugemeinschaften gefördert.

Wir werden sehen, wie sich das Material durchsetzen und dadurch Leder in bestimmten Bereichen ersetzen können wird. Vielleicht gibt es ja auch in baldiger Zukunft schicke Pinatex™-Produkte bei zündstoff – wir bleiben gespannt und halten euch selbstverständlich auf dem Laufenden!