Ein Klassiker aus dem Archiv: Linzertorte vegan

Weihnachten steht (fast) vor der Tür. An jeder Ecke locken Leckereien in Form von Plätzchen, Lebkuchen oder Spekulatius. Wer in dieser Zeit auf einen gesunden und nachhaltigen Ernährungsstil achten möchte, hat es nicht immer ganz leicht.

Heute stellen wir Dir noch einmal das persönliche Lieblingsweihnachtsgebäck unserer ehemaligen Kollegin Lilith vor: die Linzertorte!

Mit vielen Eiern und extra viel Butter.

Pech gehabt für alle Veganer*innen? Von wegen!

 

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Zahnpasta selbstgemacht: Mit nur 4 Zutaten!

DIY_Zahnpasta_Blog

Manchmal posten wir hier auf unserem zündstoff-Blog ja auch mal das ein oder andere Rezept. Heute gibt es eins für eine selbstgemachte Zahnpasta, die coolerweise nur aus 4 Zutaten besteht! Außerdem ist sie wirklich schnell gemischt und ziemlich ergiebig und effektiv – ich benutze sie selber und meine Zahnärztin war bis dato immer sehr zufrieden mit meiner Zahnhygiene.
Neben der Tatsache, dass eine solche DIY-Zahnpasta überschaubar wenige Inhaltsstoffe hat – verglichen mit v.a. konventionellen Produkten aus dem Drogeriemarkt – ist ein weiterer Grund für mich die beinah plastikfreie Herstellung. Fallen bei gekauften Produkten eigentlich immer Tuben aus Plastik samt Plastikdeckel an (außer bei Aluminiumtuben, allerdings ist auch da der Deckel aus Plastik), kommt diese Zahnpasta v.a. auf längere Sicht gesehen beinah ohne Plastik aus. Wieso nur beinah? Eine Zutat – den Birkenzucker – konnte ich bis dato nicht anders verpackt finden. Allerdings reicht eine 500gr Verpackung so lange, dass meiner Meinung nach diese eine Plastiktüte die vielen eingesparten Plastiktuben aufwiegt. Trotzdem: Wer weiß, wo es Birkenzucker in Papier verpackt gibt – bitte melden.

Folgendes braucht ihr für diese Zahnpasta:

– 2 EL Bio-Kokosöl (div. Bioläden)
– 2,5 EL Xylit (Auch Birkenzucker oder Xylitol genannt. Dieser Zuckerersatzstoff ist in Bioläden und Reformhäusern erhältlich und schützt vor Karies.)
– 2 EL Siliceapulver (Silicea wird auch Kieselsäure genannt. Gibt es als Nahrungsergänzungsmittel in Papier verpackt bei DM.)
– 15 Tropfen ätherisches Pfefferminzöl (Apotheken oder Bioläden)
– Messlöffel (am besten solche, die auch zum Backen verwendet werden. Mit herkömmlichen kann es u.U. zu ungenau werden)
– Topf
– Metallschüssel
– Schraubglas

Kokosöl im Wasserbad schmelzen. Kurz abkühlen lassen. Dann die restlichen trockenen Zutaten untermischen und gut verrühren. Es entsteht sehr schnell eine weiche Paste. Für ein frisches Gefühl beim Putzen jetzt noch das ätherische Pfefferminzöl hinzugeben und vermengen. Voilà: Fertig ist eure Zahnpasta! Nun am besten in ein sauberes Schraubglas füllen und ab ins Badezimmer damit. Sie wird übrigens durch das Kokosöl noch härter – bei großer Hitze im Sommer gerne weich. Zum Putzen entnehmt ihr ganz einfach mit einem kleinen Holzspatel oder Löffel ein erbsengroßes Stück und schon kanns losgehen. Am besten natürlich mit einer Holzzahnbürste, die es mittlerweile in immer mehr plastikfreien Online-Shops zu kaufen gibt : ) Übrigens: Zahnseide gibt es erfreulicherweise auch plastikfrei – nämlich aus Seide und mit Bienenwachs in einem wiederbefüllbaren Glasröhrchen. Dabei kommen die Spulen in einem Pergamintütchen.
Viel Spaß beim Zähneputzen!

Disclaimer:
Diese Zahnpasta enthält kein Fluorid. Ist es euch wichtig, das über das Zähneputzen zuzuführen, gibt es als Alternative zu selbstgemachter Zahnpasta fluoridhaltige Dental-Tabs zu kaufen. In bestimmten Online-Shops plastikfrei (in Papier) verpackt.

Die vegane Weihnachtsbäckerei

Weihnachten steht vor der Tür. Überall winken Leckereien in Form von Plätzchen, Lebkuchen oder Spekulatius. Wer in dieser Zeit auf einen gesunden und nachhaltigen Ernährungsstil achten möchte, hat es nicht immer leicht.

Mein persönliches Lieblingsweihnachtsgebäck ist die Linzertorte. Mit vielen Eiern und viel Butter. Pech gehabt für alle Veganer.

Von wegen! Meine Mutter, die meiner Meinung nach beste Linzertortenbäckerin, hat dieses Jahr das Gegenteil bewiesen und uns alle ganz schön überrascht. Nicht nur ihre Haselnussrauten und Nussecken sind vegan, sondern auch die Linzertorte. Und keiner hats bemerkt. Dabei würde ich mich doch als Linzertortenspezialistin einstufen.

800px-Linzertorte

Zutaten für eine große oder zwei kleine Formen:

500 gr Mehl

375 gr Zucker

250 gr pflanzliche Butter bzw. Margarine

3 Löffel Sojamehl (oder ein anderer Eiersatz)

250 gr gemahlene Nüsse

2 Messerspitzen Nelken

1 gehäufter EL Zimt

2 Messerspitzen Backpulver

1 Messerspitze Muskat

etwas Zitronenschale

2 EL Kirschwasser

400 gr Marmelade (am besten Himbeere und rote Johannisbeere)

 

Und so wird’s gemacht:

Alle Zutaten bis auf die Marmelade werden zu einem Teig geknetet und anschließend im Verhältnis 3:1 geteilt.

2/3 des Teiges kommen als Boden in eine gefettete Kuchenform. Darauf verstreicht man die Marmelade und lässt am Rand ca 1 cm frei.

Der restliche Teig wird dünn ausgewellt und mit einem Pizzarädchen (o.ä.) in 2cm breite Streifen geschnitten. Diese werden überkreuzt auf den Kuchen gelegt, so dass ein schönes Muster mit Rauten entsteht.

Der Kuchen kommt bei 175-200° ca. 40min in Backofen.

 

Am saftigsten wird eine Linzertorte, wenn sie noch einige Tage an einem kühlen Ort steht und durchziehen kann.

 

 

Vegan Guerilla

Veganer sind die besseren Menschen – zumindest theoretisch. Ein Geheimnis ist das eigentlich nicht mehr, denn dass Eier und Milch in direktem Zusammenhang mit Massentierhaltung und Ausbeutung stehen (zumindest wenn man nicht zum Biobauern von nebenan geht), ist kaum zu leugnen. Überzeugungsvegetarier stehen vor einem Problem, wenn man die logische Konsequenz daraus zieht. Und so schwierig kann es ja eigentlich auch nicht sein – dass Menschen auch ohne Milchprodukte leben und auch lecker kochen können, machen uns schließlich schon lange die Menschen in der asiatischen Welt vor. Außerdem gibt es jede Menge Soja- und andere Getreideprodukte, die beinahe alles ersetzen, wenn es nötig ist. Schade eigentlich, dass es manchmal gar nicht die Sache an sich ist, die einen abschreckt, sondern eher dessen Prediger. Trotz meiner Überzeugung würde ich vor manchen von denen am liebsten ein ganzes Schnitzel verdrücken (aus purem Trotz).

Der Name eines Kochbuchs, das gestern bei uns eingetrudelt ist, hat mich auf eine Lösung des Problems gebracht: „Vegan Guerilla – die Revolution beginnt in der Küche“ von Sarah Kaufmann.

Muss ja keiner wissen, ob etwas vegan ist oder nicht – zumindest nicht vor dem Essen. Danach kann man ja immer noch nebenbei anmerken, dass das Rezept ohne Ei war, und trotzdem super funktioniert hat. Mit dieser Methode kommt vielleicht auch der ein oder andere „Antiveganer“ in den Genuss veganer Ernährung, ohne großes Tratra und Missionierungsgespräche. Aufklärung durch Taten statt durch Worte nenne ich das jetzt mal. Hört sich einfach an und ist es auch: Man nehme ein veganes Rezept und koche es, teile es mit Freunden und lasse es sich schmecken. Fertig.