Don’t worry – be happy!

Hand auf’s Herz: Bist du heute morgen aufgestanden und hast dir gedacht „Was für ein schöner Tag! Ich freue mich so sehr auf alles heute und bin dankbar, dass ich gesund und munter bin. Ich habe alles, was es braucht, um glücklich zu sein.“? Wenn die Antwort ‚Nein‘ lautet, keine Sorge. Du bist nicht alleine!

Auch, wenn wir gesund sind, ein Dach über dem Kopf haben, einen lieben Menschen an unserer Seite wissen und uns keine Sorgen ums’s reine Überleben machen müssen, sind unsere Gedanken oft sehr negativ geprägt. Noch schlimmer – diese Negativität richten wir meistens direkt auf uns selber und machen uns das Leben somit unnötig schwer.

Ach, was könnte doch alles so einfach sein!

Jeder von uns übernimmt bei der Art und Weise wie er denkt Verantwortung für das eigene Wohlbefinden und das anderer. Optimistische Gedanken fördern positive Emotionen und haben eine günstige Wirkung auf das Immunsystem, unsere mentale und körperliche Verfassung sowie auf die Menschen in unserer Umgebung.

Jammern ist der Ausdruck negativen Denkens in seiner Reinform: Jetzt haben wir morgens die Bahn verpasst, es regnet, und sowieso – heut ist alles Mist – mein Job ist nicht erfüllend, mein Chef nervt und mein Leben ist im Eimer. Mein Partner guckt anderen Frauen hinterher und meine Kinder tanzen mir auf der Nase herum. Wenn wir wollen finden wir den ganzen Tag lang Gründe zum Jammern und aus einem kleinen Aufreger kann eine rasante Jammertalfahrt werden. Das muss aber nicht sein!

Wir sagen: mehr positives Denken in 2018, weniger Jammern!

Die Pioniere der Optimismusforschung Michael F. Scheier und Charles S. Carver veröffentlichten 1985 ihre viel zitierte Arbeit in der sie den Zusammenhang von positiven Gedanken und physischer Gesundheit sehr deutlich aufzeigen. In der Theorie wurde bewiesen, dass positives Denken:

  • zu angenehmen und positiven Gefühlen führt, die den Geist erweitern und
  • uns handlungsfähig machen.

Der Effekt positiven Denkens geht über die der positiven Gefühle hinaus:

  • Positives Denken führt dazu, dass wir langfristig gesehen mehr ausprobieren und das wiederum
  • hat einen förderlichen Einfluss auf unsere allgemeinen Fähigkeiten und
  • auf längere Sicht steigert es unser Selbstvertrauen.

 

Gefühle wahrnehmen, beobachten und vorbeiziehen lassen

Du brauchst in Zukunft nicht deine negativen Gefühle unterdrücken – Emotionen wie Wut, Trauer oder Verzweiflung gehören einfach zum Leben dazu und es ist wichtig, dass du ihnen den entsprechenden Raum gibst und nicht so tust, als wären sie nicht da. Gute Nachricht: der Mensch ist lernfähig!

Positives Denken ganz einfach trainieren – drei Tipps

Das Gehirn ist formbar und wir können es zum positiven Denken trainieren. Vor dem Trainieren positiven Denkens darfst du noch beherzt einen einen Trugschluss über Bord werfen:

Es geht nicht darum negative Gedanken loszuwerden oder gar abzuschalten. Bei dem Versuch negative Gedanken zu unterdrücken, könnte dich der in der Psychologie bekannte Rebound-Effekt überraschen. Nach einer Weile des Unterdrückens musst du mit dem Ausbruch der unerwünschten Gedanken und Gefühle rechnen, der dem Ausbruch eines Vulkanes gleichkommen kann. Und das braucht keiner wirklich.

# 1: Meditiere und werde still.

Sechs Wochen Meditation können ausreichen, mehr positive Gedanken zu haben.

Meditiere regelmäßig, um positives Denken zu fördern.

Meditation hilft, das zu akzeptieren, was wir nicht ändern können und zeigt uns gleichzeitig, was wir alles in der Hand haben. Situationen (und Menschen!) so zu akzeptieren wie sie sind ist der erste Schritt, sich seiner Gefühle und der Wahrheit anzunehmen.

Zudem hilft Meditation unsere konditionierten Bewertungen zu reduzieren. Die verpasste Bahn ist kein Weltuntergang sondern lediglich eine Bahn, die bereits abgefahren ist – nicht mehr und nicht weniger.

# 2: Sei dankbar.

Dankbarkeit ist die Fähigkeit, die Elemente deines Lebens zu erkennen, die du schätzt und genießt. Machst du dies regelmäßig, so automatisiert sich der Prozess (fast wie von alleine). Wenn du die Bahn verpasst hast, wirst du in Zukunft dankbar sein, dass du noch etwas länger in deinem Buch lesen oder einen zweiten Kaffee mit deinem Schatz genißen kannst.

Darüber hinaus hilft es, sich täglich mindestens fünf Dinge aufzuschreiben, für die du dankbar bist. Schließe die Augen und fühle, wie sich dieses Gefühl von Dankbarkeit im ganzen Körper ausbreitet wie ein Licht, das dir Wärme spendet und dich von Innen heraus nährt.

Es gibt viele Dinge in unserem Leben, große sowie kleine, für die wir dankbar sein können. Es liegt dabei an dir, sie zuzulassen und anzunehmen.

 

# 3: Mehr angenehme Aktivitäten.

Scheinbar never ending to-Do-Liste beherrschen unseren Alltag. Wir sollen produktiv sein und viel leisten. Selten stehen auf unseren Listen Aktivitäten, bei denen uns das Herz aufgeht. Alles andere erscheint oft dringlicher. Doch freudvolle Aktivitäten tun uns gut und wenn es dir gut geht, bist du produktiver und belastbarer im Alltag und signalisierst anderen, dass es ihnen auch gut gehen darf. Gemeinsam kochen, einen Spaziergang machen, malen oder Gitarre spielen. Wenn du etwas gern tust, dann denkst du dabei positiver, fühlst dich dabei positiver und strahlst dies auch nach Außen aus.

To-do: Baue mehr angenehme Aktivitäten in deinen Alltag ein.

Steigern kannst du den positiven Effekt noch, wenn du die positiven Erlebnisse am Ende eines Tages aufschreibst. So kannst du direkt aus deinen Aktivitäten positive Gedanken formulieren. Diese stimmen dich wiederum positiver und eine Aufwärtsspirale kann entstehen.

In diesem Sinne: öfters mal wieder die Mundwinkel nach oben ziehen!