EcoVerde: neue Viskose Faser

Unser Kölner Eco-Lieferant Armedangels ist einer der Pioniere in der Ethical-Fashion Szene. Auch beim Thema Viskose haben sie sich mal wieder etwas Neues einfallen lassen!

Schöner Stoff, hässliches Geschäft?

Viskose fällt wunderbar leicht, liegt angenehm auf der Haut und gibt Blusen & Co. einen herrlich-seidig glänzenden Look. Soweit so gut.

Kurz: Viskose ist schön. Nur ist die Herstellung alles andere als schön.

 

– Viskose ist eine chemische Faser, dessen Ausgangsmaterial Zellstoff ist, der aus Hölzern gewonnen wird.

– Die meisten dieser Hölzer werden in bewässerungsintensiven Monokulturen gezüchtet, wodurch die Böden auf Dauer auslaugen.

– Die Produktion findet überwiegend in Schwellen- oder Entwicklungsländern statt, mit meist geringen Umweltstandards.

– Im Produktionsprozess werden teils giftige Chemikalien wie CS2 in hohen Mengen eingesetzt.

– Der Transport um die halbe Welt verbraucht zudem Unmengen an CO2.

Alternative gesucht. Alternative gefunden!

Es muss also eine Alternative her, welche sich die Vorteile der Viskose Faser zu Nutzen macht ohne dabei die Natur auszubeuten. Nach langem Suchen hat Armedangles eine geeignete Alternative gefunden: die weltweit umweltfreundlichste Viskosefaser – EcoVero.

Der Zellstoff für EcoVero wird aus natürlich gewachsenen und zertifizierten Mischwaldbäumen gewonnen, die direkt aus Europa stammen. Produziert wird die Faser bei der Lenzing AG am österreichischen Attersee. Ein Faserhersteller, dessen hochmoderne Fabrikgebäude inmitten idyllischer Wälder und Alpenausläufern liegen.

Lenzing ist ein Weltmarkt-Akteur, der auf Nachhaltigkeit setzt – und gleichzeitig auch mit großen Fast-Fashion-Ketten zusammenarbeitet.
Für die Verantwortlichen bei Armedangles ist das jedoch kein Ausschlusskriterium. „Wir sind da nicht dogmatisch“, sagt COO Christian.
„Ganz im Gegenteil. Wir möchten mit Partnern zusammenarbeiten, die bereit sind, mit uns gemeinsam das Richtige zu tun und etwas zu verändern.“

„EcoVero hebt Viskose wirklich auf ein neues Level“, sagt Christian, während er im Lenzing-Werk fachmännisch einige Testfasern auseinanderzieht, genau betrachtet und befühlt. „Uns freut besonders, dass die Faser nicht aus Monokulturen – wie dies bei Bambus oder Eukalyptus der Fall ist – sondern aus nachhaltiger Forstwirtschaft kommt. Auch fällt der Transport rund um den Globus weg, da die Hölzer direkt aus Europa stammen und in Österreich bei Lenzing zur Faser verarbeitet werden. Das ist für uns einfach das Argument.“

Foto Credit: Armedangles

 

Was ist anders bei EcoVero:

– EcoVero ist die umweltfreundlichste und sauberste Viskose, die hergestellt werden kann.

– Der Zellstoff für EcoVero besteht aus FSC- und PEFC-zertifiziertem Holz, das zu über 60% aus österreichischen und bayrischen Wäldern stammt

– Durch innovative Umweltverfahren werden nahezu alle eingesetzten Chemikalien zurückgewonnen und weiterverwendet.

– Im Vergleich zur herkömmlichen Viskoseproduktion entstehen bei der Herstellung von EcoVero 50% weniger Emissionen und nur die Hälfte des eigentlichen Energie- und Wasserbedarfs wird benötigt

– Die Zellstoffbleiche erfolgt 100% chlorfre

Kurze Transportwege und die Produktion vor Ort sparen CO2

Eine innovative Tracing-Technik macht EcoVero-Stoffe eindeutig erkennbar und schließt Verbrauchertäuschung aus.

 

Foto Credit: Lenzing.com

 

EcoVero bleibt jedoch am Ende immer noch ein Viskose-Produkt und kommt trotz verbesserter Umstände in der Herstellung nicht ohne gefährliche Chemikalien aus. Die Lenzing AG investierte jedoch in den letzten Jahren mehrere Millionen Euro, um die Viskose-Herstellung so umweltfreundlich wie möglich zu gestalten. Auch ist der Produktionsstandort in Österreich wichtig, da dort Regeln und Standards strenger und besser kontrolliert werden als in vielen anderen Ländern.

Foto Credit: Armedangles

 

„Unser Ziel ist es, so vielen Kunden wie möglich die Konsequenzen von dem, was sie kaufen, zu vermitteln“, sagt Marketing- und Vertriebsvorstand Robert van de Kerkhof.

Ein informierter Konsum ist am Ende des Tages ein bewussterer Konsum.