Ein Klassiker aus dem Archiv: Linzertorte vegan

Weihnachten steht (fast) vor der Tür. An jeder Ecke locken Leckereien in Form von Plätzchen, Lebkuchen oder Spekulatius. Wer in dieser Zeit auf einen gesunden und nachhaltigen Ernährungsstil achten möchte, hat es nicht immer ganz leicht.

Heute stellen wir Dir noch einmal das persönliche Lieblingsweihnachtsgebäck unserer ehemaligen Kollegin Lilith vor: die Linzertorte!

Mit vielen Eiern und extra viel Butter.

Pech gehabt für alle Veganer*innen? Von wegen!

 

Lilith’s Mutter, ihrer Meinung nach die beste Linzertortenbäckerin, hat vor einigen Jahren das Gegenteil bewiesen und uns damals ganz schön überrascht. Nicht nur ihre Haselnussrauten und Nussecken sind vegan, sondern auch die Linzertorte. Und keiner hat es bemerkt. Dabei würde ich mich doch als Linzertortenspezialistin einstufen!

Für alle, die eine vegane Alternative zum Linzer-Klassiker suchen, kommt hier das Rezept.

Zutaten für eine große oder zwei kleine Formen:

500 gr. Mehl

375 gr. Zucker

250 gr. pflanzliche Butter bzw. Margarine * Zusatz siehe Textende

3 Löffel Sojamehl (oder ein anderer Eiersatz)

250 gr. gemahlene Nüsse

2 Messerspitzen Nelken

1 gehäufter EL Zimt

2 Messerspitzen Backpulver

1 Messerspitze Muskat

etwas Zitronenschale

2 EL Kirschwasser

400 gr. Marmelade (am besten Himbeere und rote Johannisbeere)

 

Und so wird’s gemacht:

Alle Zutaten bis auf die Marmelade werden zu einem Teig geknetet und anschließend im Verhältnis 3:1 geteilt.

2/3 des Teiges kommen als Boden in eine gefettete Kuchenform. Darauf verstreicht man die Marmelade und lässt am Rand ca. 1 cm frei.

Der restliche Teig wird dünn ausgewellt und mit einem Pizzarädchen (o.ä.) in 2 cm breite Streifen geschnitten. Diese werden überkreuzt auf den Kuchen gelegt, so dass ein schönes Muster mit Rauten entsteht.

Der Kuchen kommt bei 175-200° ca. 40 Minuten in den Backofen.

Tipp: Am saftigsten wird eine Linzertorte, wenn sie noch einige Tage an einem kühlen Ort steht und durchziehen kann.

*Zusatz zum Thema vegane Margarine

Ob Margarine wirklich vegan ist, lässt sich leider nicht immer gleich erkennen. Welche Margarinen sind frei von tierischen Produkten? Worauf es zu achten gilt:

Es ist ein Trugschluss, dass Margarine in jedem Fall eine vegane Alternative zu Butter ist. Denn je nach Marke und Sorte kann sie tierische Inhaltsstoffen enthalten. Manchmal ist Margarine sogar nicht einmal vegetarisch. Folgende Zutaten sollten Dich immer stutzig machen:

Molke ist ein Nebenprodukt der Käseherstellung. In Margarine dient sie als Säuerungsmittel.

– Auch Fischöl steckt wegen der Omega-3-Fettsäuren oft in Margarine. Omega-3-Fettsäuren sind zwar auch reichlich in Leinöl enthalten, trotzdem kommt bei Margarine nicht selten Fischöl zum Einsatz. Wenn auf der Packung also mit den äußerst gesunden Omega-3-Fettsäuren geworben wird, solltest Du bei der Zutatenangabe immer checken, ob sie aus Fischöl stammen!

– Auch bei Vitamin D als Zusatz gilt es aufpassen: dieses Vitamin wird aus dem Wollfett von Schafen gewonnen und ist somit nicht vegan.

-Last but not least: E 471 ist ein häufiger Zusatzstoff von Lebensmittel. Diese Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren werden ebenfalls oft aus tierischen Fetten gewonnen.

Um wirklich sicher zu gehen, ob die Margarine wirklich vegan ist, solltest Du immer die Inhalte auf der Packung überprüfen. Manche vegane Margarinen sind außerdem mit einem entsprechenden Siegel gekennzeichnet.

In diesem Sinne – frohes Nachbacken & eine entspannte Weihnachtsbäckerei!