How to: Capsule Wardrobe!

Weniger ist mehr: Das finden die Anhänger*innen einer sog. Capsule Wardrobe. Menschen mit einem minimalistischen Kleiderschrank schwärmen dafür, keine Zeit mehr bei der morgendlichen Kleidungsauswahl zu benötigen, ihre komplette Garderobe in ein Carry-On Gepäckstück zu bekommen und einfach immer das Richtige zum Anziehen zu haben. Einfach weil nicht viel da ist und das wenige auch noch zueinander passt!

Capsule Wardrobe, via: www.apairandasparediy.com

Ich persönlich kann dieser Idee, nur maximal 30 Kleidungsstücke zu besitzen viel abgewinnen und finde diese Art der bewussten Reduktion sehr spannend, werde aber wohl nie an diesen gänzlich minimalistischen Punkt anlanden. Ist aber auch in Ordnung. So oder so ist es sinnvoll, in wesentlich weniger Kleidungsstücke zu investieren – dafür aber in qualitativ-hochwertige und langlebige Teile. Idealerweise setzen sich diese auch über kurzzeitige Trends und Moden hinweg und sind als zeitlose, vielseitig kombinierbare Begleiter lange Jahre in Gebrauch. Dann noch aus Naturmaterialien und öko-fairer Herstellung und die Sache ist perfekt. Die Idee ist zudem, Kleidungsstücke zu haben, die sich alle miteinander kombinieren lassen. D.h., eher unifarbene Teile und wenige Sachen mit Mustern oder Prints. Dann steht die Capsule Wardrobe!

Ziemlich inspirierend – allerdings auch wirklich in jeglicher Hinsicht minimalistisch – gestaltet die Zero-Waste-Bloggerin Bea Johnson aus den USA ihre Garderobe: Sie bekommt alle (!) ihre Kleidungsstücke in einen Koffer im Handgepäckformat unter. Die Art ihrer Auswahl fasziniert mich, denn wirklich alles kann miteinander kombiniert werden. Das spart tatsächlich nicht nur Platz im heimischen Kleiderschrank, sondern massiv Zeit, wenn es um die allmorgendliche Auswahl der Tagesgarderobe geht. Von Vorteil ist allerdings auch ihr Wohnort: Das sonnige Kalifornien.

Wenn Dir der Ansatz einer Capsule Wardrobe etwas zu ‚extrem‘ erscheint: Es kann schon ziemlich helfen, den Kleiderschrank einmal gründlich zu sortieren und Dinge, die Du lange nicht getragen hast wegzupacken oder direkt weiterzugeben (klassischerweise Flohmarkt oder auf verschiedenen Plattformen im Netz). Dabei gewinnst Du einen tollen Überblick über Deine Kleidungsstücke und entdeckst bestimmt neue Kombinationsmöglichkeiten. Und musst evtl. nicht mehr so oft vor Deinem (vollen) Schrank stehen und seufzen: ‚Ich hab‘ echt gar nichts zum Anziehen…‘ ; )