Kork: Eine echte Alternative in der Bio-Modeindustrie

Aus der Kategorie „zündstoff informiert“ gibt es heute alles, zum Thema Kork.

Im alltäglichen Sprachgebrauch wird mit dem Begriff Kork das Material aus der Rinde der Korkeiche (Quercus suber) bezeichnet, aus dem vor allem Korken gewonnen werden.

Kennen tun wir Kork vor allem aus der Weinindustrie als gängigsten Flaschenverschluss. Zweitgrößter Abnehmer ist die Baubranche, wo Kork häufig als Bodenbelag verwendet wird. Auch als Wärme- und Dämmmaterial kann Kork punkten. Für die Textilindustrie wird das Material zunehmend interessanter: Speziell im Bereich der Ethical- & Fair-Fashion wird Kork aufgrund seiner funktionalen und ökologischen Eigenschaften geschätzt. Kork wird vielerorts schon als Lederersatz verwendet und ist eine echte Alternative für Veganer*innen.

Die größten Korkwälder sind im westlichen Mittelmeerraum zu finden. In diesem Gebiet sind die Wachstumsbedingungen, die für die Bäume herrschen, optimal. Der weltweit größter Korkproduzent ist Portugal. Kork wächst quasi bei uns vor der Tür und muss keinen langen Transportweg zurücklegen.

Wie „grün“ bzw. nachhaltig ist Kork?

+ natürlicher, nachwachsender Rohstoff
+ vollständig recyclebar
+ bei der Herstellung v  on Kork entstehen kaum Abfälle
+ Korkeichenbiotope zählen zu den artenreichsten Wäldern der Welt
+ regelmäßig geerntete Korkeichen binden bis zu fünf mal mehr CO2 als andere Bäume
+ die Herstellung von Kork ist ohne Abholzung möglich

Materialeigenschaften von Kork im Überblick:

* sehr leichtes Material
* geringe Dichte
* komprimierbar und elastisch
* flüssigkeits- und gasundurchlässig
* äußerst gute isolierende Fähigkeiten
* sehr strapazierfähig, damit langlebig und nachhaltig
* antibakterielle Eigenschaften, daher auch gut geeignet für Allergiker

 

 

Was ist das Besondere an Kork? Anbau + Ernte.

Die Korkeiche ist weltweit der einzige Baum, dessen Rinde vom lebendem Stamm abgeschält werden kann, ohne den Baum dabei ersthaft zu verletzten. Somit ist Kork ein natürlicher und nachwachsender Rohstoff, der ohne Abholzung gewonnen werden kann. Je nach Pflege und Behandlung der Korkeichen, können sie bis zu 200 Jahre alt werden. Ein weiterer ökologischer Pluspunkt: Bei der Verarbeitung von Kork fallen nur geringfügig Abfälle an und die Produkte aus Kork lassen sich nahezu vollständig recyceln!

Die Korkenrnte braucht allerdings Zeit: 20 Jahre lang muss der Baum gewachsen sein, bevor das erste Mal geernet werden kann. Dann müssen weitere 9-10 Jahre ins Land verstreichen bevor wieder geerntet werden kann. Zum Ernten wird die 35 – 40mm dicke Rinde vorsichtig vom Stamm abgeschält. Das Schälen ist bis heute echte Handarbeit und es gibt (noch?) keine Maschinen, die diesen Vorgang ersetzen könnte. Der Job des „Schälers“ zählt daher auch weltweit zu den bestbezahlten in der Landwirtschaft.

Ganz abgesehen von dem wirtschaftlichen Nutzen für uns als Konsument*in haben die Korkwälder einen wichtigen ökologischen Nutzen. Durch das regelmäßig abernten der Bäume, bildet die Eiche mit der Zeit nicht nur eine dickere Korkschicht, sondern bindet auch bis zu drei mal mehr klimaschädliches CO2 als ungenutzte Korkeichen und sogar bis zu fünfmal mehr CO2 im Vergleich zu anderen Bäumen! Was den meisten Menschen nicht bewusst ist, ist das die Korkernte einen wesentlichen Beitrag zum Schutz der Umwelt und des Klimas leistet.

Mehr noch: Korkwälder zählen zu den wichtigsten Öko-Systemen der Welt, schützen den Boden vor Erosionen und regulieren den Wasserkreislauf indem sie die Wasseraufnahme des Erdbodens erhöhen. Auf diese Weise steigt auch der Grundwasserspiegel, was für die Wasserversorgung in den Korkanbauregionen häufig unverzichtbar ist.

Korkleder als Lederalternative

Unser Lieferant und Bio-Mode-Label bleed benutzt Kork schon länger als Alternative zu Leder. Eine Kork-Lederjacke sorgte bereits für Aufsehen in der veganen Modewelt. Auch als Gürtel macht Kork eine äußerst gute Form.

Die richtige Pflege:

Kork ist dank seiner Eigenschaften ist ein pflegeleichtes Material. Leichte Verschmutzungen können einfach mit einem angefeuchteten Tuch entfernt werden. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass das Tuch nicht zu nass ist, da das Material sonst aufquellen kann. Auch natürliche Korköle sowie Wachse auf Naturharzbasis eignen sich zur Pflege von Kork.