Die ewige Preisfrage

Seit ich bei zündstoff bin, begegnet mir oft derselbe Kommentar: „Ich find das ja schon gut und wichtig, was ihr macht, und ihr habt auch schöne Sachen, aber leider viel zu teuer“. Dies könnte natürlich damit zusammenhängen, dass mein Freundeskreis zu 95% aus StudentInnen besteht, die grundsätzlich ja kein Geld haben und lieber auf Flohmärkten kaufen. (Meiner Meinung nach auch eine sehr gute Alternative.)

Allerdings bemerke ich abgesehen vom niedrigen Budget meiner FreundInnen insgesamt ein Problem der grünen Modeszene in solchen Kommentaren. Die Preise werden nämlich grundsätzlich mit H&M verglichen, gerade so als wären das die Normalpreise auf dem Bekleidungsmarkt. Vergessen werden dabei regelmäßig all die anderen Klamottenmarken, deren Preisniveau oft noch über dem von unseren fair & bio Lieferanten liegt. All die Skater- oder Sportmarken, die hohe Preise für T-Shirts mit einem schon viel zu oft gesehenem Logo-Print verlangen, und dabei ohne mit der Wimper zu zucken von der breiten Masse gekauft werden.

Aber faire Klamotten kosten ja dreimal so viel wie bei H&M, das kann sich ja keiner leisten.“

Verstehen kann ich diese Preisvergleichsgeschichte nicht.

Denn die Mythen, dass die Qualität bei teuren Markenklamotten besser sei, als bei kleinen Marken, oder dass ein hoher Preis automatisch mit guten Produktionsbedingungen zusammenhängt, sollten doch langsam aus den Köpfen interessierter Leute verschwunden sein, oder etwa nicht?

Brauchen wir immer noch teure Statussymbole auf unseren Shirts? Ist es nicht viel schöner sich selbst zu einem Symbol zu machen mit dem was wir tragen ohne sich hinter Logos und Namen zu verstecken, die die Welt schon lange kennt? Können wir den Preis nicht an wichtigeren Werten festmachen, als am Bekanntheitsgrad einer Marke?

Artikelbild

Und immerhin gibt’s in der fair & bio Branche auch hübsche Markenlogos 🙂

Dry Denim Foto-Lovestory – Teil 1

Ich weiß, ich weiß, ich werde nicht alle überzeugen. Aber nudie haben mich bekehrt und in mir die feste Gewissheit reifen lassen, daß eine Dry Denim die bessere Jeans ist. Und jetzt verspüre ich halt so eine Art missionarischen Eifer, auch wenn manche Kunden im Laden schon mal sparsam gucken, wenn ich ihnen stolz erzähle, daß ich meine Hose schon seit soundsoviel Monaten nicht gewaschen habe.

Um mal anschaulicher zu zeigen, worum es geht, habe ich den Alterungsprozess meiner Grim Tim Dry Dirt Organic fotografisch dokumentiert: Das hier ist sie Ende August, nach einem Tag tragen. Ab Oktober hatte ich sie dann eigentlich so gut wie jeden Tag an, bis irgendwann vor zwei Wochen, als mir der 13,2 oz starke Stoff dann doch ein wenig zu warm wurde.

grim-tim-ein-tag

Und so sieht sie heute aus: eigentlich noch ziemlich gut, wahrscheinlich weil ich viel im Büro arbeite und wenig mit der Hose Fahrrad gefahren bin (ich lauf meistens zur Arbeit). Das rechte Knie ist durchgescheuert und geflickt, ein paar Mal musste ich Löcher in den Taschen reparieren, und sie kriegt gerade  ein kleines Loch im Schritt, daß ich mal stopfen sollte. Bequem wie eine zweite Haut ist sie mittlerweile außerdem.

grim-tim-8-monate-vornegrim-tim-8-monate-hinten

Bei der nicht ganz unwichtigen Frage, wann man so eine Jeans denn eigentlich mal waschen sollte, lässt nudie einen zum Glück nicht allein:
4fd78c9496513bb1f369b3a5da726522
Eigentlich könnte sie also mal in die Waschmaschine, aber irgendwie bin ich noch nicht bereit dafür. Also hoff ich mal, daß es in Norddeutschland schön kühl ist, damit ich dem guten Stück auf der Fusion noch den letzten Schliff verpassen kann. Fortsetzung folgt.

alles von nudie in unserem Shop: klick

5 Fragen an…

…Jeanette Bruneau Rossow von treches.

In loser Folge möchten wir hier Menschen aus der Ecofashion-Szene zu Wort kommen lassen. Den Anfang macht Jeanette, Gründerin des Berliner Labels treches. Das Interview:

Mal so ganz allgemein: was findest du eigentlich spannend an Mode und Design?TrechesPostcardsPreview

Ich finde Selbstdarstellung sehr spannend, wie wir unser Inneres durch Kleidung, Haarschnitt usw. zeigen und auch die Zugehörigkeit zu Gruppen o.ä. nach außen tragen. Es fasziniert mich sehr wie Symbole und Details in der Kleidung gewisse Haltungen kommunizieren wie z.b Schultermanschetten versus Borten und Schleifen, und ich nehme gerne solche typischen Symbole auf und spiele mit ihrer Bedeutung.

Als Modelabel/kleine Firma hat man wohl begrenzten Einfluss aber wir sind gerne ein gutes Beispiel dafür wie Firmen solidarischer auftreten können und tragen gerne dazu bei, dass es trendig wird, sich zu kümmern. Treches und alle anderen grünen Modelabel (und andere ethische start-ups) haben gemeinsam eine Chance eine neue Mentalität zu verbreiten, wo es cool ist auf seine Umwelt und Mitmenschen achtzugeben.

Du bist von Oslo nach Berlin gezogen und hast dort dann dein Label gegründet. Hat die Stadt großen Einfluß auf den Style von treches? Oder, andersherum, würdest du sagen der treches-Style ist irgendwie „typisch“ für Berlin?

Ich glaube Treches‘ Stil ist eine Konsequenz davon, dass ich in Berlin lebe, weil ich von Leuten um mich herum inspiriert werde. Ausserdem fühle ich mich sehr angezogen von simplen geometrischen Formen, schlaue Lösungen in Schnitten (um z.B Verschnitt zu verhindern oder Formen zu erschaffen) und vor allem suche ich nach einer ästhetischen Balance zwischen den Farben und Formen. Es scheint, als ob es typisch für Berliner Designer ist, dass man seine eigenen Einflüsse mit einer gewissen Berliner Lässigkeit kombiniert. Ein weiterer wichtiger Faktor für den Treches-Style ist sicher auch der Einfluss den die DIY Szene auf mich hat.

Würdest du treches als feministisches Label bezeichnen? Inwieweit lassen sich feministische Haltungen überhaupt über Mode transportieren?

261-peakMeine 2 Mitarbeiterinnen und ich nennen uns Feministinnen, und wir sind gegen jede Art von Unterdrückung und Diskriminierung. Bei meinen Designs versuche ich die Geschlechterrollen zu vervielfältigen und will Menschen inspirieren, sich zu trauen mit femininen/maskulinen Symbolen und Attributen zu spielen. Sehr gerne würde ich alle unsere Kleidungstücke „Unisex“ nennen, aber wegen unterschiedlicher Körperaufmachung teilen wir die Kollektionen nach normativen Männer- oder Frauen- Körpern ein. Wir haben aber viele androgyne Teile die jedem Geschlecht stehen könnten.

Du hast treches von Beginn an als ethisches Labels gestartet, das mit ökologischen und Fairtrade-Materialien arbeitet. Wie kam es zu dieser Entscheidung?

Bevor ich Treches‘ im Jahr 2008 gestartet habe, nähte ich Kleidung in Kleinstserien um sie auf Wochenendemärkten zu verkaufen. Ethisches miteinander war mir immer wichtig und als die Menge an Stoffen die ich benötigte wuchs, ist mir aufgefallen wie auch ich dazu auch beitrage umweltschädliche Stoffe und unethische Arbeitsverhältnisse durch meine Produktion zu unterstützen. Dabei wollte ich nicht mitmachen und so habe ich meine ersten ökologischen, fairen Stoffrollen bestellt. Ich habe mich aus Überzeugung entschieden in Deutschland zu produzieren, da ich mir wünsche, daß in dem Land, in dem die Kleidung produziert wird, die Menschen, welche dort leben sich auch die Sachen leisten können. Für mich ist Fairtrade ein wichtiges Mittel um Ungerechtigkeit in der Welt zu bekämpfen aber noch lange nicht die endgültige Lösung. Ich denke, wenn alle Firmen etwas dazu beisteuern die Situation in den Produktionsländern zu verbessern, würden wir einen großen Schritt vorankommen. Mit Treches wollte ich beweisen, dass einheimische Produktion möglich ist. Jetzt arbeiten 2 Schneiderinnen und ich, plus die kleine Produktionsstelle Wergo in Berlin in der Treches Produktion.

Würdest du sagen, daß die Entscheidung, konsequent mit ökologischen Materialien zu arbeiten, die Umsetzung deiner Ideen und Designs erschwert? Haben konventionelle Labels es deiner Meinung nach leichter?

Ich bin oft neidisch auf konventionelle Designer, aber ich weiß daß der Treches-typische Stil sich so entwickelt hat gerade wegen des kleinen Angebots an Stoffen und Zutaten. Mit hochwertigen aber langweiligen Baumwoll-Stoffen ist die Herausforderung für den Designer grösser und ich habe die durch z.B. Patchwork-Technik, der Arbeit mit geometrischen Formen und Kontrasten sowie Dekonstruktion der Schnitte gelöst.

——–

Hier findet ihr unsere Auswahl von treches-Produkten in unserem Shop.

Orangen auf den Augen?

Eigentlich lags ja total nahe: da gibt’s hier in Freiburg, nicht allzuweit von unserem Laden entfernt, mit orange press einen kleinen, feinen, unabhängigen Sachbuchverlag, der tolle Bücher über kulinarisches Weltverbessern, Mode, HipHop oder Genfood herausgibt. Aber wir sind so beschäftigt mit diesem ganzen Klamottending, dass uns nicht mal in den Sinn kommt, dort Hallo zu sagen. Wie gut, dass Jürgen Reuß, seines Zeichens Co-Autor des Buches „Kaufen für die Müllhalde“ dann letztens in den Laden spaziert kam, um mal zu fragen ob wir als Station für seine alternative Einkaufstour zur Verfügung stehen. Natürlich tun wir das gerne, und wie’s so geht haben wir jetzt nicht nur besagtes Buch von Jürgen Reuß und Cosima Dannoritzer im Programm, sondern dazu noch eine weitere Auswahl des Verlagsprogramms. Besser spät als nie.

cover_obsoleszenz_gro„Kaufen für die Müllhalde – Das Prinzip der geplanten Obsoleszenz“ ist übrigens ein spannend geschriebenes und sehr gut recherchiertes Buch über die vorsätzliche Verkürzung der Lebenszeit von Produkten mit dem Ziel unseren Konsum anzukurbeln. Hier könnt ihr in das Buch reinlesen.

 

Anstoß zu einer kleinen Revolution in der IT-Branche?

 

Seit dieser Woche steht es fest: Das Fairphone geht in Produktion.

Zugegebenermaßen war ich anfangs ziemlich skeptisch: Wie ist es möglich, dass plötzlich ein Smartphone „fair“ sein soll, wo sich die faire IT-Branche bis jetzt meines Wissens auf eine simple Maus beschränkte – und selbst diese ist „nur“ zu zwei Dritteln fair. Und tatsächlich ist ein komplettes Smartphone nach Fair Trade – Standards zum jetztigen Zeitpunkt alles Andere als realistisch, aber dies behauptet das „Fairphone“ auch nicht (auch wenn der Name dies vielleicht meinen sollte). Es geht viel mehr um Ziele und den Versuch ein Umdenken zu starten und zu zeigen, dass es selbst in der IT-Branche eine Möglichkeit geben kann „bewusst“ zu handeln.

Denn ist es nicht so, dass wir schon lange fair gehandelten Kaffee kaufen, seit einiger Zeit faire Shirts und sogar Hosen kaufen können (und dies vielleicht auch tun), und uns bei Laptops und Handys noch immer hauptsächlich für das Preis-Leistungs-Verhältnis im Bezug auf Hardware etc. interessieren? Und warum kommt man nicht so einfach auf die Idee, sich auch in dieser Branche die gleichen Gedanken zu machen?

Vielleicht ist der Grund genau der, warum es eben zuerst Kaffee gab, dass es dabei um das direkte Endprodukt geht, das man ganz einfach mit einem Kleinbauer verbinden kann. Bei der Textilindustrie reicht die Lieferkette einen Schritt weiter und der Gedanke vom T-Shirt über das Nähen bis hin zur Baumwollernte macht das Ganze etwas komplizierter und vor allem abstrakt. Ist es eventuell der nächste Schritt, dass die Produktionsbedinungen von IT-Produkten ins Bewusstsein rücken, obwohl ihre Lieferkette über unvorstellbare Ausmaße läuft und ein Minenarbeiter im Kongo so unglaublich weit weg zu sein scheint von dem kleinen Smartphone in meiner Hosentasche?

Ist dieses kleine Smartphone vielleicht ein Anstoß zum Umdenken auf einer weiteren Ebene und macht eine neue Dimension vom fairen Handel möglich?

Hört sich unrealistisch an (und vielleicht ein bisschen theatralisch dazu).

Ist es das?

 

 

ZDF-Reportage zu (un-)fairer Kleidung

Nach den letzten Unglücken in Bangladesch wurde das Thema Kleidungsproduktion ja bereits in den meisten Medien aufgegfriffen, vorgestern hat auch das ZDF eine kurze Reportage im Frühstücksfernsehen, inklusive eines Interviews mit Christiane Schnura von der Kampagne für Saubere Kleidung, gesendet.


Wer sich schon ein wenig mehr mit diesem Thema beschäftigt hat, wird nicht viel neue Infos bekommen: die Arbeitsbedingungen in Bangladesch sind katastrophal, die VerkäuferInnen der großen Einzelhandelsketten können keine Auskunft über Produktionsbedingungen geben oder beschwichtigen die KundInnen. Und außerdem drückt sich die Reportage vor den wirklich wichtigen Zusammenhängen:  dass nämlich die Nachfrage (und das Ankurbeln dieser) nach immer billigeren und immer trendigeren Klamotten die globale Abwärts-Preisspirale erst in Gang gesetzt hat und immer weiter antreibt. Dass es fast billiger geworden ist, sich eine neue Jeans zu kaufen als die alte zu reparieren. Oder dass sich die großen Markenunternehmen und Einzelhandelsketten mit dem Verweis auf ihre Lieferanten aus der Verantwortung ziehen, und es endlich politische Rahmenbedingungen geben müsste, die die Einhaltung von Arbeitsstandards auch im Ausland einfordert und kontrolliert.

Auf der positiven Seite wäre zu verbuchen: das Thema wird überhaupt mal in den Medien aufgegriffen, und Frau Schnura von der CCC liefert einen kurzen Überblick über wichtige Labels und Ökostandards. Hoffen wir mal dass das reicht um den einen oder anderen zum Umdenken zu bewegen.

Spannendes Experiment zum Thema „bewusst“ einkaufen


Da das Ganze schon ein paar Monate alt ist, haben bestimmt schon einige davon gehört:

Im Rahmen der Kampagne „Öko & Fair – ernährt mehr“ von Naturland und dem Weltladen Dachverband fand vor einigen Monaten eine Guerilla-Aktion auf einem deutschen Wochenmarkt statt, aus der ein Film entstand, der den ein oder anderen sicher ein bisschen sprachlos macht.

Zwei sympathische Jungs, ein paar Klauseln wie „kontrollierter Anbau“ oder „Faire Preise“ und viele Kunden sind von der angeblichen Wahrheit (Kinderarbeit, Ausbeutung, Massentierhaltung etc.) der angebotenen extrem billigen Produkte sichtlich unbeeindruckt. Der Film wirft dabei  die Frage auf, ob ein günstiger Preis wirklich so sehr ins Gewicht fällt, dass alles andere egal scheint? Würde sich das Kaufverhalten womöglich gar nicht so sehr ändern, auch wenn volle Transparenz für Billigprodukte vorhanden wäre?

Zum anderen stellt er an jeden Einzelnen die Frage: Wie sehr wird man beeinflusst von ein paar Worten und Bildern, oder einer bestimmten Aufmachung, die eigentlich nichts zu bedeuten hat, obwohl man eigentlich „bewusst“ einkauft?

Recyclist Workshop

recyclist-ws

Recyclete Taschen und Accessoires, egal ob aus LKW-Planen, Feuerwehrschläuchen, Stoffresten oder alten Lederjacken gibt’s ja mittlerweile wie Sand am Meer, bei Oberbekleidung siehts dagegen noch dünner aus. Und das, obwohl der Faser-Benchmark von Made-By, den Lars Wittenbrink gestern im Grüne Mode-Blog im Hinblick auf Neuigkeiten bei den Regeneratfasern erläutert hat, mal wieder zeigt, dass Recyclingstoffe meistens eine bessere, mindestens jedoch eine genau so gute Ökobilanz wie Biobaumwolle vorweisen können. Im Outdoorbereich macht sich recyceltes Polyester mittlerweile beliebt. Wer aber eher nach individueller designten Kleidungsstücken aus Recyclingmaterialien von engagierten kleinen Labels suchte, wurde nicht fündig. Das kann sich nun ändern: das Projekt Recyclist Workshop der beiden Studenten Lars Nüthen und Valentin Schmitt setzt sich zum Ziel, ein Modelabel zu etablieren, das unter bewusstem Einsatz von Recyclingmaterialien, dem Einsatz lokaler Wertschöpfungsketten und nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip anspruchsvoll designte Kleidung erschafft. Die ersten Hoodies sind bereits produziert, man kann gespannt sein was noch so passiert. Die Jury des Bundespreis Ecodesign haben sie mit ihrem Konzept jedenfalls schon mal überzeugt.

slowmag

slowmag-fokus

Seit 2006 gibt es slowmo bereits, das Label des Berliner Geschwisterpaares Felicia und Melchior Moss, und genau so lange existiert auch schon das von Melchior im Kollektionsrhytmus des Labels herausgegebene slowmag. Die aktuelle, 13. und immer noch kostenlose  Ausgabe steht unter dem Themenschwerpunkt „Fokus“ und bietet mal wieder schöne Geschichten, Berichte, Interviews und Fotos.

Wer keinen Händler in der Nähe hat, der slowmo und das slowmag führt, kann sich das Magazin auch als pdf downloaden, ebenso alle alten Ausgaben.

Und alles was wir so von slowmo im Programm haben, findet ihr hier.