Spannendes Experiment zum Thema „bewusst“ einkaufen


Da das Ganze schon ein paar Monate alt ist, haben bestimmt schon einige davon gehört:

Im Rahmen der Kampagne „Öko & Fair – ernährt mehr“ von Naturland und dem Weltladen Dachverband fand vor einigen Monaten eine Guerilla-Aktion auf einem deutschen Wochenmarkt statt, aus der ein Film entstand, der den ein oder anderen sicher ein bisschen sprachlos macht.

Zwei sympathische Jungs, ein paar Klauseln wie „kontrollierter Anbau“ oder „Faire Preise“ und viele Kunden sind von der angeblichen Wahrheit (Kinderarbeit, Ausbeutung, Massentierhaltung etc.) der angebotenen extrem billigen Produkte sichtlich unbeeindruckt. Der Film wirft dabei  die Frage auf, ob ein günstiger Preis wirklich so sehr ins Gewicht fällt, dass alles andere egal scheint? Würde sich das Kaufverhalten womöglich gar nicht so sehr ändern, auch wenn volle Transparenz für Billigprodukte vorhanden wäre?

Zum anderen stellt er an jeden Einzelnen die Frage: Wie sehr wird man beeinflusst von ein paar Worten und Bildern, oder einer bestimmten Aufmachung, die eigentlich nichts zu bedeuten hat, obwohl man eigentlich „bewusst“ einkauft?

Recyclist Workshop

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Recyclete Taschen und Accessoires, egal ob aus LKW-Planen, Feuerwehrschläuchen, Stoffresten oder alten Lederjacken gibt’s ja mittlerweile wie Sand am Meer, bei Oberbekleidung siehts dagegen noch dünner aus. Und das, obwohl der Faser-Benchmark von Made-By, den Lars Wittenbrink gestern im Grüne Mode-Blog im Hinblick auf Neuigkeiten bei den Regeneratfasern erläutert hat, mal wieder zeigt, dass Recyclingstoffe meistens eine bessere, mindestens jedoch eine genau so gute Ökobilanz wie Biobaumwolle vorweisen können. Im Outdoorbereich macht sich recyceltes Polyester mittlerweile beliebt. Wer aber eher nach individueller designten Kleidungsstücken aus Recyclingmaterialien von engagierten kleinen Labels suchte, wurde nicht fündig. Das kann sich nun ändern: das Projekt Recyclist Workshop der beiden Studenten Lars Nüthen und Valentin Schmitt setzt sich zum Ziel, ein Modelabel zu etablieren, das unter bewusstem Einsatz von Recyclingmaterialien, dem Einsatz lokaler Wertschöpfungsketten und nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip anspruchsvoll designte Kleidung erschafft. Die ersten Hoodies sind bereits produziert, man kann gespannt sein was noch so passiert. Die Jury des Bundespreis Ecodesign haben sie mit ihrem Konzept jedenfalls schon mal überzeugt.

slowmag

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Seit 2006 gibt es slowmo bereits, das Label des Berliner Geschwisterpaares Felicia und Melchior Moss, und genau so lange existiert auch schon das von Melchior im Kollektionsrhytmus des Labels herausgegebene slowmag. Die aktuelle, 13. und immer noch kostenlose  Ausgabe steht unter dem Themenschwerpunkt „Fokus“ und bietet mal wieder schöne Geschichten, Berichte, Interviews und Fotos.

Wer keinen Händler in der Nähe hat, der slowmo und das slowmag führt, kann sich das Magazin auch als pdf downloaden, ebenso alle alten Ausgaben.

Und alles was wir so von slowmo im Programm haben, findet ihr hier.